KnappenschmiedeSchalke Frauen

Derbypleite beim BVB: Schalke muss wieder Torwart als Stürmer bringen

Borussia Dortmund U23 - Schalke 04 U23
Foto: IMAGO

Nach einem umkämpften kleinen Revierderby muss sich die Schalker U23 beim BVB geschlagen geben. Dabei sorgt erneut ein Torwart im Schalke-Sturm für Aufsehen.


Die U23 des FC Schalke 04 hat im kleinen Revierderby einen Rückschlag hinnehmen müssen. Am sechsten Spieltag der Regionalliga West unterlagen die Königsblauen bei Borussia Dortmund II mit 1:3. Aufgrund zahlreicher Ausfälle standen Trainer Jakob Fimpel dabei nur wenige personelle Alternativen zur Verfügung.

Nach einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase übernahm der BVB zunehmend die Kontrolle. Ayman Azhil brachte die Gastgeber nach einer Ecke mit einem Flachschuss in Führung. Wenig später erhöhte Kevin Mutove auf 2:0. Schalke fand anschließend zwar etwas besser in die Begegnung, konnte sich vor der Pause aber kaum gefährliche Möglichkeiten erspielen.

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Dortmund zunächst die besseren Chancen. S04-Torhüter Johannes Siebeking verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand und hielt die Königsblauen damit im Spiel. In der 74. Minute keimte schließlich noch einmal Hoffnung auf: BVB-Keeper Silas Ostrzinski brachte Zaid Amoussou-Tchibara im Strafraum zu Fall. Kapitän Yassin Ben Balla verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:2.

Schalke U23 mit großen Personalproblemen

Für eine Schalker Schlussoffensive fehlten allerdings die personellen Möglichkeiten. Fimpel standen lediglich vier Ersatzspieler zur Verfügung, darunter zwei Torhüter. Nachdem Amoussou-Tchibara nicht weitermachen konnte, kam deshalb Ersatzkeeper Faaris Yusufu als Angreifer zum Einsatz. Für den 21-Jährigen war es bereits der dritte Einsatz als Stürmer in dieser Regionalliga-Saison.

Borussia Dortmund U23 - Schalke 04 U23
Foto: IMAGO

Schon nach einem früheren Auftritt des Keepers im Angriff hatte Fimpel dessen Qualitäten ausdrücklich hervorgehoben: „Ich habe Faaris Yusufu aus voller Überzeugung eingewechselt. Er ist ein super Fußballer, dazu auch kopfballstark. Er hatte vorne mit die gefährlichsten Aktionen“, erklärte der Trainer damals gegenüber der WAZ.

Zum Ausgleich reichte es in Dortmund dennoch nicht. Schalke konnte die Gastgeber in der Schlussphase nicht mehr entscheidend unter Druck setzen. Stattdessen sorgte der eingewechselte Luke Fahrenhorst in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 3:1 für die endgültige Entscheidung. Nach sechs Spielen steht die Schalker Reserve damit weiterhin bei neun Punkten.