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Überraschung auf Schalke: Aufsichtsrat wechselt die Seiten

Pascal Krusch und Christina Rühl-Hamers
Foto: IMAGO

Ein ungewöhnlicher Wechsel sorgt beim FC Schalke 04 für eine Veränderung im Aufsichtsrat. Pascal Krusch gibt sein Mandat ab, bleibt den Königsblauen aber dennoch erhalten.


Beim FC Schalke 04 wechselt Pascal Krusch vom Kontrollgremium in die operative Arbeit. Der 30-Jährige hat sein Mandat im Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. September niedergelegt und übernimmt stattdessen eine hauptamtliche Tätigkeit in der Geschäftsstelle des Vereins.

Damit endet für Krusch nach rund fünf Jahren die Zeit im Aufsichtsrat der Königsblauen. 2021 war er über den Sportbeirat in das Gremium gekommen. Seine Geschichte beim S04 begann allerdings wesentlich früher: Seit 2005 ist Krusch Vereinsmitglied, seine sportliche Heimat auf Schalke fand er beim Tischtennis. Bereits im Alter von 21 Jahren leitete er die entsprechende Abteilung und gehörte dadurch auch dem Sportbeirat an. Berufliche Erfahrung bringt Krusch unter anderem aus seiner bisherigen Tätigkeit beim Deutschen Fußball-Bund mit.

Beim DFB beschäftigte er sich als Bildungsmanager mit der Qualifizierung im Amateurfußball. Nun macht er Schalke auch zu seinem hauptberuflichen Arbeitgeber. Aufsichtsratsvorsitzender Axel Hefer hebt insbesondere Kruschs enge Bindung an die Königsblauen hervor. „Pascal hat sich immer in den Dienst des Clubs gestellt, er identifiziert sich zu 100 Prozent mit Schalke 04. Auch deshalb möchte er nun hauptamtlich für den S04 tätig sein“, erklärte Hefer.

Schalke-Aufsichtsrat: Nachfolger für Pascal Krusch gesucht

Brisant ist der Zeitpunkt auch wegen einer Diskussion, die es erst bei der Mitgliederversammlung am 18. Juli gegeben hatte. Damals sollte über einen Antrag der Platz des Sportbeirats im Aufsichtsrat gestrichen werden. Stattdessen war eine weitere Möglichkeit zur Kooptation vorgesehen. Die notwendige Zweidrittelmehrheit wurde deutlich verfehlt: Lediglich 40,6 Prozent votierten für den Antrag, rund 59 Prozent dagegen.

Pascal Krusch
Foto: IMAGO

Nach Kruschs Ausscheiden zählt Schalkes Aufsichtsrat zunächst noch zehn Mitglieder. Sein bisheriger Sitz soll jedoch neu vergeben werden. Grundlage dafür ist Paragraf 9 der Vereinssatzung. Demnach entsendet der Sportbeirat einen neuen Vertreter aus dem Kreis der Abteilungsmitglieder in den Aufsichtsrat.

Im Sportbeirat sitzen neben einem Vorstandsmitglied die Leiter der verschiedenen Vereinsabteilungen. Das Gremium beschäftigt sich insbesondere mit Fragen rund um den Jugend- und Amateursport beim S04.