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Schalke in der Einzelkritik: Dzeko entscheidet, Dina Ebimbe unglücklich

Edin Dzeko
Foto: IMAGO

Schalke 04 zieht mit einem 5:2 nach Verlängerung beim Halleschen FC in die 2. Runde des DFB-Pokals ein. Die S04-Profis in der SchalkeTOTAL-Einzelkritik.


Loris Karius: Lange kaum geprüft, beim ersten Gegentor machtlos. Bitter für die Schalker Nummer eins: Erst bewahrte er sein Team in der 90. Minute mit einem Riesen-Reflex vor dem Ausgleich. Direkt nach der anschließenden Ecke schlug es dann aber doch hinter ihm ein. Note: 2,5.

Timo Becker: Wackliger Beginn inklusive früher Verwarnung (13.). Halle nutzte die Lücken auf seiner Seite konsequent aus, auch beim 0:1 stimmte seine Zuordnung nicht. In der zweiten Halbzeit und der Verlängerung zeigte Becker dann aber eine deutliche Leistungssteigerung. Note: 3,5.

Nikola Katic (bis zur 64. Minute): Rettete kurz vor der Pause (44.) noch bärenstark per Grätsche. Beim anschließenden 0:1 nach der Ecke machtlos. Bis zu seiner Auswechslung in der 64. Minute ein absolut unaufgeregter und fehlerfreier Auftritt des bosnischen Innenverteidigers. Note: 3.

Hasan Kurucay: Fiel vor allem durch seine Qualitäten im Spielaufbau positiv auf. Sein Zuckerpass auf Sylla (9.) setzte früh das erste Ausrufezeichen. Kurucay gefiel als ballsicherer Verteiler, hatte defensiv wenig Arbeit. Bei den Gegentreffern traf ihn keinerlei Schuld. Note: 2,5.

Junior Dina Ebimbe (bis zur 45. Minute): Ein misslungenes Debüt des Ex-Frankfurters: Nach vorne ohne nennenswerte Impulse und mit einer schwachen Flankenquote. Vor dem 0:1 verlor er zudem den entscheidenden Zweikampf. Die logische Konsequenz war die Auswechslung nach den ersten 45 Minuten. Note: 5.

Ron Schallenberg: Grundsolide Vorstellung. Nach der Pause zeitweise als Innenverteidiger gefordert. Note: 3.

Soufiane El-Faouzi: Wie gewohnt enorm laufstark und überall zu finden. Bereitete Syllas Topchance (36.) vor und war der Dreh- und Angelpunkt im Schalker Angriffsspiel. Unglücklich beim 2:2, als er zu weit weg stand und den Ball entscheidend abfälschte. Rehabilitierte sich mit dem starken vorletzten Pass vor dem 3:2. Note: 2,5.

Junior Adamu mit der Vorentscheidung

Vitalie Becker (bis zur 64. Minute): Sehr umtriebig im Vorwärtsgang. Hatte Pech beim Alutreffer (27.). Manko: Seine Flankenqualität schwankte stark. Beim 0:1 unverschuldet angeköpft – die Kugel landete genau beim Torschützen. Dennoch bis zu seiner Auswechslung (64.) einer der auffälligsten Akteure im S04-Dress. Note: 2,5.

Dejan Ljubicic (bis zur 85. Minute): Lange Zeit kaum zu sehen, aber in der 62. Minute als Knipser zur Stelle, um den Ball zum 1:1 in die Maschen zu jagen. Nach dem Schalker Systemwechsel auf Viererkette übernahm er bis zu seiner Auswechslung die Defensivrolle auf der Sechs. Note: 3,5.

Adil Aouchiche
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Adil Aouchiche (bis zur 106. Minute): Sehr umtriebig im Vorwärtsgang, aber oft zu ungenau im Abschluss oder beim letzten Pass. Seine Flanken brachten selten Gefahr – die Hereingabe vor dem 1:1 kam nur über Umwege ans Ziel. Trotz der Streuung ein belebendes Element im Schalker Angriffsspiel. Note: 3.

Moussa Sylla: In den ersten 90 Minuten agierte der Angreifer im Abschluss glücklos und ließ zwei Großchancen liegen. Gab sich jedoch nie auf. Mit großem Einsatz erzwang er den Foulelfmeter zum 2:1. In der Verlängerung platzte dann der Knoten, als er auf Zuspiel von Dzeko zum 3:2 traf und kurz darauf das 4:2 per Assist auflegte. Note: 2,5.

Einwechselspieler:

Junior Adamu (ab der 46. Minute): Leitete den 1:1-Ausgleich mit einem starken vorletzten Pass auf Vorlagengeber Aouchiche ein. Nach dieser Aktion tauchte der Angreifer aber über weite Strecken ab und verzeichnete nur noch wenige Ballaktionen. War dann in der 106. Minute per Kopf zur Stelle und erzielte das vorentscheidende 4:2. Note: 3.

Edin Dzeko (ab der 64. Minute): Als Joker gekommen, machte der 40-jährige Neuzugang fast im Alleingang den Unterschied. Er behielt beim Elfmeter zum 2:1 die Nerven, legte das 3:2 durch Sylla auf und besiegelte mit dem 5:2-Endstand den Einzug in die nächste Runde. Note: 1.

Robin Gosens (ab der 64. Minute): Der Nationalspieler brachte sofort Struktur ins Schalker Spiel. Mit einem präzisen langen Ball leitete er den wichtigen Treffer zum 3:2 ein. Bereitete zudem das Tor zum 5:2-Endstand mit einer maßgeschneiderten Flanke direkt vor. Note: 2,5.

Mertcan Ayhan (ab der 85. Minute): Nach seiner Einwechslung beim Stand von 2:1 für Ljubicic erlebte der 19-Jährige eine unglückliche Anfangsphase. Erst holte er sich eine schnelle Gelbe Karte ab, kam kurz darauf beim 2:2-Ausgleich einen Schritt zu spät. Im Anschluss fing er sich jedoch und agierte nahezu fehlerfrei. Note: 3,5.

Satoshi Tanaka (ab der 106. Minute): Keine Bewertung aufgrund kurzer Spielzeit.