Wechsel-Gerüchte: Spanische Top-Klubs signalisieren Interesse an Ex-Schalke-Stürmer Scienza

Als er noch auf Schalke kickte, hießen seine Gegner SC Wiedenbrück, Wegberg-Beeck oder auch VfB Homberg. Zu einem Einsatz bei den Profis reichte es für Leo Scienza (27) nicht. Künftig sind Duelle mit Real Madrid, dem FC Barcelona oder Atlético Madrid nicht ausgeschlossen.
Als Scienza sich im September 2020 dem Revierklub anschloss, fand Gerald Asamoah (47) lobende Worte. Der damalige Schalker U23-Manager sagte über den Brasilianer: „Leonardo war fast vier Wochen bei uns im Training dabei und hat uns in dieser Zeit absolut überzeugt.“ Und weiter: „Wir hoffen, dass wir in seiner Zeit bei uns noch mehr aus seinem Potential herausholen können und er die Mannschaft weiterbringen wird.“
Scienza kam vom schwedischen Viertligisten Fanna BK nach Gelsenkirchen. Nach einigen Wochen der Akklimatisation an ein neues Land und eine neue Liga wusste der Stürmer zu überzeugen. In zwei Saisons bei S04 verzeichnete er 59 Einsätze in der Regionalliga mit 15 Treffern und 17 Torvorlagen.
Seine Karriere setzte er 2022 aber nicht auf Schalke, sondern beim Zweitligisten 1. FC Magdeburg fort. Anschließend erfolgte der Wechsel in die 3. Liga zum SSV Ulm 1846. Bei den Spatzen gelang Scienza mit 27 Torbeteiligungen in 32 Begegnungen der Durchbruch. Der 1. FC Heidenheim griff nach seinem Aufstieg in die Bundesliga zu. Die Albstädter dienten als Sprungbrett zum FC Southampton. In der Saison 2025/26 klopften die Saints vehement an das Tor zur Premier League, verbauten sich den Aufstieg mit einer unseligen Spionageaffäre selbst.
Zahlreiche Interessenten
Mit seinen sieben Treffern und zehn Assists in 44 Spielen machte Scienza nachhaltig auf sich aufmerksam. Laut fichajes.net beschäftigen sich gleich zwei Top-Klubs aus La Liga mit dem Ex-Knappen, der einst ablösefrei aus Gelsenkirchen wegging. Demnach sind mit Betis Sevilla und Real Sociedad San Sebastián zwei renommierte Vereine, die in der kommenden Saison europäisch spielen, an dem Offensivakteur dran.

Betis-Trainer Manuel Pellegrini (72) wünsche sich einen Stürmer, „der schnell, unberechenbar und zwischen den Linien agiert“, heißt es. Die Basken schätzten hingegen Scienzas Kombinationsvermögen, Beweglichkeit und Fähigkeit, Torchancen zu kreieren. Mit Como 1907 und Atalanta Bergamo sowie verschiedenen Klubs aus der Premier League buhlen weitere Vereine um den Sturm-Allrounder.
Aufgrund eines noch bis 2029 laufenden Vertrages dürfte die von Southampton geforderte Ablöse weit höher liegen als der Marktwert von zwölf Millionen Euro (lt. transfermarkt.de). Viel Geld für einen Spieler, der Schalke 04 einst zum Nulltarif verließ.