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Offiziell: Schalke startet in neuer Liga mit Bayern und dem BVB

Mertcan Ayhan und Vitalie Becker
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 geht ab der Saison 2026/27 in einer neu geschaffenen Liga an den Start. Die „Bundesliga Talent Series“ soll jungen Talenten zusätzliche Einsatzzeiten auf hohem Niveau ermöglichen.


Jetzt herrscht Gewissheit: Der FC Schalke 04 startet ab der Saison 2026/27 in der neu geschaffenen U21-Liga der Deutschen Fußball Liga (DFL). Die sogenannte „Bundesliga Talent Series“ soll die Förderung junger Spieler weiter vorantreiben. Insgesamt haben sich 26 Vereine für die Premierensaison angemeldet. Neben Schalke gehören auch zahlreiche weitere Traditionsklubs dazu, darunter Borussia Dortmund und Bayern München. Elf Teilnehmer stammen aus der Bundesliga, weitere 15 aus der 2. Bundesliga.

Die neue Liga richtet sich vor allem an Spieler aus den Altersklassen U17 bis U21. Darüber hinaus dürfen die Vereine pro Partie bis zu vier ältere Akteure einsetzen. Dadurch sollen nicht nur Nachwuchstalente profitieren. Auch Profis, die nach Verletzungen oder Sperren Spielpraxis benötigen, können wertvolle Einsatzminuten sammeln.

Schalkes Knappenschmiede-Leiter Raffael Tonello hatte die Vorteile des Projekts bereits früh hervorgehoben. „Mit dem Modell der U21-Liga könnten zusätzliche Einsatzzeiten unter Wettkampfbedingungen geschaffen werden – freiwillig und flexibel“, erklärte der 51-Jährige gegenüber RUHR24. Zudem könne das Format Spielern helfen, „die nach einer Sperre oder Verletzung wieder in den Rhythmus kommen sollen.“

Schalke tritt in Bundesliga Talent Series an

Der Wettbewerb wird in zwei voneinander getrennten Halbserien ausgetragen. Die erste Phase läuft von September bis Dezember, die zweite von Februar bis April. Die jeweils zwei besten Mannschaften qualifizieren sich anschließend für ein Finalturnier. Die Tabelle wird dabei anhand des Punkteschnitts ermittelt.

Soufiane El-Faouzi, Vitalie Becker und Mertcan Ayhan
Foto: IMAGO

Interessant ist auch der Spielmodus: Jede Mannschaft bestreitet pro Halbserie lediglich drei bis sechs Begegnungen gegen unterschiedliche Gegner. Die Partien sollen flexibel terminiert werden, um den regulären Spielbetrieb der Nachwuchs- und Profimannschaften möglichst wenig zu beeinträchtigen.

Die Einführung der Liga wurde Anfang März von allen 36 Profiklubs beschlossen. Zu den Befürwortern des Projekts gehören unter anderem Jürgen Klopp und DFB-Nachwuchsdirektor Hannes Wolf. Dieser bezeichnete die neue Spielklasse als „wahrscheinlich die am schnellsten eingeführte Liga in der deutschen Fußballgeschichte“. Ziel sei es, jungen Spielern mehr Möglichkeiten zu bieten, den schwierigen Schritt vom Nachwuchs- in den Seniorenfußball erfolgreich zu meistern.