„Das kann nicht der Schalker Anspruch sein“: Becker schlägt Alarm

Nach der deutlichen Niederlage in Nürnberg findet Timo Becker klare Worte zur Leistung des FC Schalke 04. Vor dem Saisonfinale gegen Braunschweig kündigt der Verteidiger jedoch eine klare Reaktion der Königsblauen an.
Der FC Schalke 04 hat sich nach der verdienten 0:3-Niederlage beim 1. FC Nürnberg selbstkritisch gezeigt. Vor allem Timo Becker fand nach dem schwachen Auftritt deutliche Worte und machte klar, dass die Leistung eines frischgebackenen Meisters nicht würdig gewesen sei. „Das kann natürlich nicht der Schalker Anspruch sein, hier in Nürnberg mit 0:3 zu verlieren“, wurde der Rechtsverteidiger nach der Partie von den Ruhr Nachrichten zitiert.
Zwar hatte Schalke den Aufstieg und die Meisterschaft zuvor auf Ibiza gefeiert, Becker wollte den Kurztrip aber keinesfalls als Ausrede gelten lassen. Kritik an mangelnder Ernsthaftigkeit konterte der 29-Jährige deutlich: „Wir sind Meister, da hatte vor der Saison niemand mit gerechnet. Da haben wir es uns auch verdient, zu feiern. Und man hat bislang 33 Spieltage Zeit gehabt, genug Punkte zu holen. Wer das nicht geschafft hat, ist am Ende selbst schuld.“
Gleichzeitig machte Becker klar, dass Schalke im Saisonfinale gegen Eintracht Braunschweig ein anderes Gesicht zeigen müsse. Schließlich kämpfen die Niedersachsen noch gegen den Abstieg, während die Königsblauen im eigenen Stadion die Meisterschale überreicht bekommen.
Schalke-Coach Muslic verspricht würdigen Meister-Auftritt
Entsprechend groß sei die Motivation, sich vernünftig zu verabschieden. „Wir wollen uns das Ding verdienen und keine 0:7-Klatsche bekommen und sagen: ,Ja, toll, wir haben trotzdem was zu feiern“, kündigte Becker gegenüber RUHR24 an. Auch Trainer Miron Muslic schlug nach der Pleite in Nürnberg ähnliche Töne an. Der Schalke-Coach versprach einen engagierten Auftritt am letzten Spieltag: „Wir werden als Meister und würdiger Champion auftreten.“

Becker gab zudem offen zu, dass nach dem feststehenden Aufstieg ein Teil der Spannung verloren gegangen sei. „Der ganze Druck ist abgefallen. Wenn der nicht da ist, fehlen dir vielleicht ein, zwei Meter am Ende“, erklärte der Defensivspieler ehrlich. Dazu kam bei ihm persönlich noch eine besondere Situation: Wegen vier Gelber Karten wollte Becker eine Sperre für das Saisonfinale vermeiden. „Ich muss zugeben, dass ich auch versucht habe, nicht noch eine Gelbe Karte zu kriegen“, gestand er.
Nach einem freien Sonntag soll bei Schalke nun wieder der Fokus auf dem Sportlichen liegen. Die Mannschaft will die letzte Trainingswoche nutzen, um sich mit einem Sieg und einer gelungenen Meisterfeier von den eigenen Fans zu verabschieden.