Harte Kritik: Muslic schießt öffentlich gegen Schalke-Stürmer

Nach starkem Saisonstart ist Peter Remmert beim FC Schalke 04 komplett außen vor. Trainer Miron Muslic findet dafür klare und ungewöhnlich harte Worte.
Noch zu Saisonbeginn galt Peter Remmert als einer der großen Gewinner beim FC Schalke 04 – inzwischen spielt der 20-Jährige in den Planungen von Trainer Miron Muslic offenbar keine Rolle mehr. Die Aussagen des Coaches lassen daran keinen Zweifel.
Nach einer starken Vorbereitung im Sommer 2025 hatte sich Remmert überraschend in die Startelf gespielt. Beim Auftaktsieg gegen Hertha BSC (2:1) zahlte er das Vertrauen direkt zurück und bereitete das Führungstor durch Moussa Sylla vor. Auch intern sorgte sein Auftritt für Begeisterung. „Der läuft 35 km/h, wiegt 90 Kilo, den kriegst du nicht so leicht von den Beinen, hat einen Pferdeschuss und einen super Körper“, schwärmte Vizekapitän Timo Becker damals.
Doch der steile Aufstieg wurde jäh gestoppt. Bereits am zweiten Spieltag verletzte sich Remmert und fiel mehrere Monate aus. Weitere Rückschläge folgten, sodass der Stürmer nie richtig in Tritt kam. Seit Januar gehört er nicht mehr zum Profikader und trainiert stattdessen mit der U23.
Schalke-Trainer Miron Muslic erklärt Aus von Peter Remmert
An dieser Situation wird sich offenbar auch kurzfristig nichts ändern. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Preußen Münster am Sonntag (13:30 Uhr) reagierte Muslic ungewöhnlich deutlich – und kühl. „Er ist seit Januar nicht mehr bei der ersten Mannschaft. Ich beschäftige mich nicht mit Spielern, die nicht bei der ersten Mannschaft sind“, stellte der Schalke-Coach klar.

Auch auf Nachfrage legte Muslic nicht nach, sondern blieb knapp: „Wir haben unsere sportlichen Gründe. Peter Remmert hat ein Spiel von Anfang an bestritten, das war das erste Saisonspiel im August. Fertig.“ Während andere Spieler nach Verletzungen wieder näher an die Profis heranrücken, scheint Remmert außen vor zu sein. Trotz zwischenzeitlicher Einsätze und eines Treffers für die U23 konnte er sich bislang nicht für eine Rückkehr empfehlen.
Für den ehemaligen Shootingstar bedeutet das: Statt Zweitliga-Bühne heißt es vorerst Regionalliga-Alltag – in der Hoffnung, sich dort erneut ins Blickfeld zu spielen.