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S04-Aufstieg ohne Auswärtssieg in der Restsaison möglich

Schalke Fans
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Schalke ist Tabellenführer, lässt auswärts aber erneut Punkte liegen. Der Aufstieg könnte trotzdem über die Veltins-Arena entschieden werden.


Schalke steht nach 24 Spieltagen weiter ganz oben, doch das Rennen bleibt eng. Viel spannender als die Momentaufnahme ist eine Frage, die zuletzt auch in den Podcasts rund um Königsblau diskutiert wurde: Kann Schalke den Aufstieg über die Heimspiele erzwingen – selbst wenn auswärts kaum noch Punkte dazukommen?

Der Gedanke ist naheliegend, weil die Auswärtsbilanz wackelt und zu Hause „machbare“ Gegner kommen. In der Auswärtstabelle ist der S04 nur Vierter und gewann lediglich sechs von 13 Partien. Seit der Umstellung von der Fünfer- auf die Viererkette ist Schalke offensiv gefährlicher, wirkt defensiv aber anfälliger und das vor allem in fremden Stadien.

Im WAZ-Podcast „1904 – Inside Schalke“ formuliert Reporter Andreas Ernst die These sehr konkret: „Wenn es Schalke gelingt, alle Heimspiele zu gewinnen, dann kann eigentlich nicht so viel passieren. Alle Heimspiele gewinnen, das heißt Schalke hat 47 Punkte, bei sechs Heimspielen wären das 65 Punkte. Die haben in 90 Prozent der Fälle immer mindestens für Platz drei gereicht.“

Ähnlich argumentiert Dirk große Schlamann im Sky-Podcast „Schalke Markt“: „Schalke hat noch sechs Heimspiele, das sind die meisten von allen, die da oben spielen, und die sind bis auf das übernächste – das ist nämlich gegen Hannover – machbar … Bielefeld, Hannover, Karlsruhe, Münster, Düsseldorf, Braunschweig … und dann haben sie 65 Punkte.“

S04-Spielplan ein Vorteil? Darmstadt hat das Gegenmodell

Dass diese Rechnung nicht unrealistisch ist, zeigt Schalkes Heimstärke: 11 Heimspiele, 8 Siege, 2 Unentschieden, 1 Niederlage. Und die einzige Pleite gegen Kiel liegt ein halbes Jahr zurück. Die angesprochenen sechs verbleibenden Heimspiele könnten der Schlüssel zum Aufstieg sein und auch fürs Saisonfinale meint es der Spielplan gut mit S04. Am letzten Spieltag empfängt die Mannschaft von Miron Muslic den Abstiegskandidaten aus Braunschweig, während sich Darmstadt und Paderborn gegenseitig Punkte abnehmen.

Ron Schallenberg
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Und Darmstadt ist das Stichwort: Die Lilien sind die einzige heimstärkere Mannschaft der Liga und haben ein komplett anderes Restprogramm. Während fünf der sechs Schalker Heimspiele als machbar gelten, trifft Darmstadt in vier seiner fünf Heimspiele auf Schalke, Hannover, Elversberg und Paderborn.

Das kann ein Vorteil sein, weil man die direkte Konkurrenz mit Heimvorteil empfängt. Es kann aber auch ein Nachteil sein, weil Darmstadt kaum „leichte“ Heimspiele hat, in denen man im eigenen Stadion Pflichtpunkte einsammelt. Schalke hat das Gegenmodell: die Kracher auswärts gegen Hannover, Darmstadt und Elversberg, dafür aber viele „Pflichtsiege“ zu Hause. Und die könnten am Ende für den Aufstieg reichen.