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Ex Schalker donnert seinen Klub mit Hattrick an die Tabellenspitze

Haji Wright
Foto: IMAGO

Ein Ex-Schalker schießt seinen Verein mit einem Dreierpack an die Spitze. Warum ließ S04 ihn damals ablösefrei ziehen?


Am Montag stand in der englischen Championship ein echtes Topspiel an: Der Zweite, Coventry City, empfing Tabellenführer Middlesbrough. Am Ende gewann Coventry mit 3:1 und eroberte die Tabellenspitze. Mann des Abends war Haji Wright: Der Ex-Schalker erzielte einen Hattrick und entschied mal wieder ein Spiel fast im Alleingang. Für die USA stehen beim 1,93 m großen Stürmer 20 Länderspiele und sieben Tore zu Buche.

2016 holte Schalke ihn aus der Vereinslosigkeit, zuvor spielte er in der Jugend von LA Galaxy und den New York Cosmos. Bei Schalke zahlte sich das Scouting in Amerika aus: In 30 U19-Spielen sammelte Wright 15 Tore und 12 Vorlagen, für die U23 folgten 14 Tore und fünf Assists in 22 Partien. Mit Haji Wright und Weston McKennie hatte S04 zwei große amerikanische Talente in seinen Reihen.

Die guten Jugend-Auftritte des in Los Angeles geborenen Wrights brachten ihm den Sprung zu den Profis. Sein Bundesliga-Debüt feierte er im November 2018 unter Domenico Tedesco beim 5:2 gegen Nürnberg. Eine Woche später durfte er gegen Hoffenheim sogar starten. Später gelang ihm auch ein Treffer gegen Leverkusen.

Über die Niederlande, Dänemark und die Türkei zum Star in England

Trotz guter Anlagen wurde Wright in Gelsenkirchen zu wenig Perspektive aufgezeigt, und so ging er schließlich ablösefrei zu Venlo. In der letzten Schalke-Saison von Haji Wright spielte man noch in der Champions League, und so war die Konkurrenz zu groß für den dynamischen Stürmer.

Haji Wright
Foto: IMAGO

Über Sønderjyske und Antalyaspor führte der Weg dann für 9 Millionen Euro zu Coventry City, wo er als Nachfolger von Arsenal-Star Viktor Gyökeres eingeplant wurde. Dort ist er längst eines der Gesichter der Liga. In dieser Championship-Saison steht Wright bei 13 Ligatoren und einer Vorlage in 28 Spielen und gehört damit zu den beiden besten Torjägern.

Und diese Bühne ist gewaltig: Laut Transfermarkt hat die Championship einen Gesamtmarktwert von rund 2,0 Milliarden Euro, die 2. Bundesliga liegt bei rund 0,58 Milliarden. Noch deutlicher wird der Unterschied beim Blick auf die einzelnen Kaderwerte: 20 Championship-Klubs sind marktwerttechnisch wertvoller als Tabellenführer Schalke.

Dass Wright in so einer Liga im wichtigsten Spiel gleich dreimal zuschlägt, ist ein Statement und aus Schalker Sicht auch ein bitteres. Denn wer ihn heute verpflichten will, müsste wohl um die 20 Millionen Euro hinblättern. Allerdings dürften die Schalke-Fans auch mit einem gewissen Edin Dzeko ganz zufrieden sein.