Als Schalke vor 20 Jahren Bundesliga-Geschichte schrieb: 7:4 gegen Leverkusen

Als der FC Schalke 04 m 21. Spieltag der Saison 2005/06 Bayer Leverkusen in der heimischen Veltins-Arena empfing, war das kein Spitzenspiel der Bundesliga. S04 war als Vierter zwar auf dem Weg nach Europa. Leverkusen aber dümpelte auf Rang 10 im Mittelfeld der Tabelle herum. Dennoch ging die Partie in die Annalen des deutschen Fußballs ein.
Wer es miterlebt hat – ob im Stadion oder im TV – dem braucht man in diesem Fall nicht zu erklären, warum diese Partie in Erinnerung bleibt. Für alle anderen: Insgesamt elf Tore fielen an jenem 11. Februar 2006, einem Samstagnachmittag in Gelsenkirchen. Sieben davon für den FC Schalke, immerhin vier für Bayer Leverkusen. Mit 7:4 also siegte S04 damals und das war im Spielverlauf erst scheinbar sicher, dann lange keineswegs mehr.
Denn die Knappen schossen in der ersten Hälfte eine nur vermeintlich beruhigende 3:0-Führung heraus. Die Torschützen dieser ersten drei der elf Tore: Magnus Larsen, Mladen Krstajic und Zlatan Bajramovic. Und da sich ansonsten noch solche Größen wie Marcelo Bordon, Lincoln, Rafinha oder Kevin Kuranyi im königsblauen Trikot auf dem Platz befanden, sorgte man sich auch nach dem Tor zum 1:3 für Bayer Leverkusen kurz vor der Pause nicht allzu sehr. Andriy Voronin verkürzte für die Gäste in der 40. Minute.
Im zweiten Abschnitt sollten die vier Tore aus der ersten Halbzeit aber beinahe noch verdoppelt werden. Dimitar Berbatov brachte Bayer in der 50. Minute auf 3:2 heran, wenig später traf Kevin Kuranyi für Schalke 04. Als Magnus Larsen auch noch das 5:2 für Schalke nachlegte, schien nun aber die Entscheidung gefallen zu sein.
Erneut machte Bayer Leverkusen sich auf, diesen Rückstand bis auf ein Tor zu verkürzen. Wieder Voronin und Jacek Krzynowek trafen zum 4:5, was schon ein äußerst seltenes Endergebnis in der Bundesliga bedeutet hätte. Doch noch waren ja 19 Minuten zu spielen und diese nutzte erneut Schalke, um den alten Abstand wieder herzustellen. Diesmal waren es Lincoln und Gerald Asamoah, die sich in die Torschützenliste eintrugen und damit den Endstand von 7:4 für Schalke herstellten.
Bewegte Bilder vom Spiel finden sich oben im Video. Diese war nur eines von drei Spielen überhaupt, welche mit diesem Ergebnis endeten. Zuvor hatte der 1. FC Kaiserslautern 1974 mit 7:4 gegen den FC Bayern gesiegt. 1982 schlug Eintracht Frankfurt Fortuna Düsseldorf mit diesem Ergebnis, das in diesem Fall Schalke tatsächlich weiterhalf. Am Ende der Saison ging es als Viertplatzierter in den UEFA-Pokal.