„Öse“ ein fester Bestandteil vom Schalke der 80er Jahre: Trauer um Michael Opitz

Mit nur 63 Jahren verstarb gestern ein langjähriges Mitglied der Profimannschaft des FC Schalke 04. Michael Opitz war zwischen 1979 und 1988 für S04 am Ball und zählte in diesen Jahren zu den für viele Fans identitätsstiftenden „Malochern“ auf dem Platz. Gleich drei Abstiege erlebte Opitz mit Schalke 04, aber auch zwei Aufstiege aus der 2. Bundesliga.
Der 1962 geborene Michael Opitz war schon 1976 aus dem sauerländischen Finnentrop ins Ruhrgebiet gewechselt. Selbst bei der kleinen SG Finnentrop/Bamenohl war man also auf ihn aufmerksam geworden, was angesichts seines Talents nicht vielleicht doch nicht so schwierig war. Rasch folgten etliche Einsätze in den diversen Juniorennationalmannschaften Deutschlands, von der U15 bis zur U21. Als er für letztere spielte, hatte er im April 1980 schon sein Debüt bei den Profis des FC Schalke und damit auch in der Bundesliga geben dürfen.
Den erstmaligen Abstieg von Schalke 04 aus dem Oberhaus verhinderte er nicht, war fortan aber fester Bestandteil der Mannschaft. Welcher auch gleich im Folgejahr – als Meister der 2. Bundesliga – der Wiederaufstieg gelang. Wie vor kurzem erst geschehen, folgte der direkte Wiederabstieg, erneut mit vielen Einsätzen von Michael Opitz, den der Club heute in seinem Nachruf mit vor allem vier Eigenschaften charakterisiert: Mittelscheitel, Schnurrbart, unermüdlicher Einsatz und Spielwitz.

Rolf Schafstall einer von Opitz‘ Trainern auf Schalke
Erneut gelingt der direkte Wiederaufstieg, diesmal als Vizemeister, woran sich vier Saisons im Mittelmaß der Bundesliga anschließen. Ehe S04 im fünften Jahr erneut absteigt, womit gleichzeitig 1988 die Karriere von Michael Opitz bei Königsblau endet. Anschließend kickt er noch zwei Jahre beim Amateurclub Sportfreunde Siegen, ehe der 1,75 Meter große Mittelfeldspieler seine Fußballschuhe komplett an den Nagel hängt, zumindest für den höherklassigen Bereich dieses Sports.
Auffällig sei Opitz‘ Art vor allem auf dem Rasen gewesen, schreibt Schalke 04 zum Tod des Sauerländers, der abseits des Platzes das Rampenlicht mied. Mit 246 Pflichtspielen steht er in den Annalen von Königsblau, darunter auch das Wiederholungsspiel in München nach dem legendären 6:6 im Pokalhalbfinale 1984. Im Olympiastadion gelang ihm der Ausgleich zum 2:2, am Ende musste sich Schalke dennoch dem FC Bayern München mit 2:3 geschlagen geben. Mit seinen drei Abstiegen ist er zudem zusammen mit Thomas Kruse Rekord-Absteiger des FC Schalke 04. Der Mann mit dem Spitznamen „Öse“ bleibt aber vor allem für seine Vereinstreue und sein großes Kämpferherz in Erinnerung, durch die er ein besonderes Sinnbild für den Kumpel- und Malocherclubs Schalke 04 war.