Geheime Muslic-Klausel: Schalke plant den Aufstieg schon durch

Trotz der jüngsten Sieglos-Serie rückt beim FC Schalke 04 die Zukunftsplanung immer stärker in den Fokus. Eine spezielle Vertragsklausel von Trainer Miron Muslic zeigt, wie konkret der Klub bereits für die Bundesliga denkt.
Der FC Schalke 04 steuert trotz zuletzt durchwachsener Ergebnisse weiter auf die Rückkehr in die Bundesliga zu. Vier Spiele ohne Sieg haben den Vorsprung an der Tabellenspitze der 2. Liga zwar schmelzen lassen, doch intern wird längst über das gesprochen, was offiziell noch vermieden wird: den Aufstieg – und die Zeit danach.
Ein zentraler Baustein der Planungen betrifft Trainer Miron Muslic. Wie die Sport Bild berichtet, enthält der bis 2027 laufende Vertrag des 43-Jährigen eine besondere Doppel-Klausel. Sollte Schalke bereits in dieser Saison aufsteigen, verlängert sich das Arbeitspapier automatisch bis 2028. Gelingt die Rückkehr ins Oberhaus erst ein Jahr später, also 2026/27, läuft der Vertrag sogar bis 2029. Der Gedanke dahinter: Nach einem Aufstieg will der Klub nicht sofort mit einem Trainer im letzten Vertragsjahr arbeiten.
Dass Muslic auf Schalke schnell Fuß gefasst hat, ist unbestritten. Der Österreicher, der im Sommer als eher unbekannte Lösung präsentiert wurde, hat Mannschaft und Umfeld mit seiner emotionalen Art erreicht. Aggressives Pressing, hohe Intensität und defensive Stabilität prägen den neuen Stil – passend zur DNA des Vereins.
Winter-Transfers als Wendepunkt? Schalke rüstet für den Aufstieg
Ein wichtiger Faktor für den sportlichen Kurswechsel war auch die Winter-Transferphase. Mit fünf Neuzugängen, darunter Edin Dzeko, Dejan Ljubicic und Adil Aouchiche, reagierten die Verantwortlichen insbesondere auf die bislang überschaubare Offensivausbeute.
Während öffentlich noch Zurückhaltung geübt wird, plant die Klubführung im Hintergrund bereits zweigleisig. Laut Sport Bild soll der Profietat im Aufstiegsfall von aktuell rund 22 Millionen Euro auf etwa 40 Millionen Euro anwachsen. Zusätzliche TV-Einnahmen und höhere Sponsorengelder sollen den finanziellen Sprung ermöglichen, gleichzeitig würden die Personalkosten deutlich steigen. Zudem ist von einer „Handvoll“ neuer Spieler die Rede, die im Bundesliga-Kader sofort eine Startelf-Perspektive haben sollen.
Auch Sportvorstand Frank Baumann gilt dabei als treibende Kraft. Die langfristige Absicherung auf der Trainerbank zeigt, dass Schalke im Erfolgsfall auf Kontinuität setzen will – und nicht erst nach dem Aufstieg mit Vertragsfragen unter Druck geraten möchte. Noch ist der Weg lang, 14 Spiele stehen aus. Doch eines wird immer deutlicher: Sollte Schalke den Aufstieg schaffen, ist der Verein vorbereitet – sportlich, finanziell und personell.