Sylla-Transfer droht zu platzen: Schalke bangt um Millionen-Deal

Nach dem Medizincheck von Moussa Sylla ist der sicher geglaubte Wechsel zu New York City FC plötzlich ins Wanken geraten. Der FC Schalke 04 bangt nun um eine fest eingeplante Millionen-Ablöse.
Der eigentlich sicher geglaubte Abschied von Moussa Sylla vom FC Schalke 04 gerät kurz vor Transferschluss ins Wanken. Wie WAZ, Sky sowie BILD übereinstimmend berichten, stocken die Verhandlungen mit dem MLS-Klub New York City FC – und eine überraschende Kehrtwende ist nicht ausgeschlossen.
Demnach bestand zwischen beiden Vereinen bereits seit Tagen Einigkeit über einen festen Transfer. Die Ablösesumme sollte bei rund sechs Millionen Euro liegen, inklusive Bonuszahlungen sogar darüber. Doch nach dem Medizincheck des Stürmers meldete der US-Klub offenbar Zweifel an und zögert nun mit der finalen Unterschrift. Nach Informationen der BILD wurden bei den Untersuchungen kleinere Auffälligkeiten festgestellt, die New York City FC zum Anlass nimmt, den Deal neu zu bewerten.
Aus Sicht der Schalker sind diese Bedenken nicht nachvollziehbar. Klubintern gilt Sylla als voll belastbar, ernsthafte Verletzungen liegen nicht vor. Laut WAZ hätte der Angreifer sowohl gegen den 1. FC Kaiserslautern als auch im Derby beim VfL Bochum problemlos eingesetzt werden können. Entsprechend wächst in Gelsenkirchen der Eindruck, dass der MLS-Vertreter versucht, die ursprünglich vereinbarte Ablöse nachträglich zu drücken.
Sylla-Ablöse fest eingeplant: Schalke unter finanziellem Druck
Statt eines festen Verkaufs bringt New York City FC nun eine Leihe ins Spiel. Dieses Modell stößt bei der sportlichen Führung um Frank Baumann jedoch auf Ablehnung. Die Einnahmen aus dem Sylla-Transfer waren fest eingeplant und wurden teilweise bereits für andere Transfers genutzt. Zudem drängt Schalke auf eine schnelle Entscheidung, um im Falle eines Scheiterns noch auf dem Transfermarkt reagieren zu können.
Sylla selbst befindet sich weiterhin in Europa. Der mehrtägige Medizincheck wurde im Umfeld der City Football Group durchgeführt, eine Einreise in die USA ist erst mit gültigem Arbeitsvertrag möglich. Wie BILD berichtet, soll der 26-Jährige über die Entwicklung zunehmend verärgert sein.
Noch ist der Wechsel nicht endgültig vom Tisch. Während das Transferfenster in Europa am Abend schließt, können MLS-Klubs noch bis Ende März Spieler verpflichten. Für Schalke aber wird die Zeit knapp – aus einem sicheren Millionen-Deal ist plötzlich ein nervenaufreibender Poker geworden.