Unklare Klausel: Muss Schalke um eines seiner größten Juwele bangen?

Nach dem Profi-Debüt von Mika Wallentowitz gibt es auf Schalke plötzlich rechtliche Unklarheiten um seinen Vertrag. Die Königsblauen müssen nun schnell handeln, um ihr Offensivjuwel nicht ablösefrei zu verlieren.
Beim FC Schalke 04 herrscht hinter den Kulissen reger Betrieb. Wie die Sport Bild berichtet, stehen bei den Königsblauen mehrere richtungsweisende Personalentscheidungen an – und ausgerechnet bei einem der größten Talente gibt es derzeit Klärungsbedarf.
Im Mittelpunkt steht Mika Wallentowitz. Der 18-Jährige gab im Herbst sein Profi-Debüt und gilt vereinsintern als großes Versprechen für die Zukunft. Doch genau dieser erste Einsatz sorgt nun für Irritationen. Nach Informationen der Sport Bild gehen die Schalker Verantwortlichen davon aus, dass sich der Fördervertrag des Offensivspielers mit seinem Debüt automatisch um ein weiteres Jahr verlängert hat.
Die Spielerseite sieht das anders. Dort wird argumentiert, dass im Vertrag lediglich festgehalten sei, nach dem Profi-Einsatz über einen Profivertrag verhandeln zu wollen – eine verbindliche Verlängerung sei daraus nicht eindeutig abzuleiten. Im Worst Case könnte Wallentowitz den Klub im Sommer ablösefrei verlassen.
Zukunft offen: Schalke hofft auf Verlängerung mit Loris Karius
Um diese Unsicherheit schnell zu beseitigen, will Schalke handeln. Laut dem Bericht planen die Verantwortlichen, dem Nachwuchsjuwel zeitnah einen langfristigen Profivertrag vorzulegen. Eine Laufzeit bis 2030 steht im Raum. Mit einer Unterschrift wären sämtliche rechtlichen Grauzonen beseitigt. Doch Wallentowitz ist nicht die einzige Baustelle. Auch die Zukunft von Loris Karius beschäftigt den Klub. Der formstarke Torhüter steht noch bis 2027 unter Vertrag, Schalke würde jedoch gern vorzeitig verlängern.
Positiver stellt sich die Lage bei Vitalie Becker dar. Der 20-Jährige soll Angebote aus Russland trotz finanzieller Anreize abgelehnt haben. Schalke möchte seinen bis 2027 laufenden Vertrag verlängern, zudem greift bei regelmäßigen Einsätzen in der Saison 2026/27 eine Klausel, die das Arbeitspapier automatisch bis 2028 verlängert.
Eine automatische Verlängerung könnte auch bei Ron Schallenberg greifen, sofern er bis Ende Februar weiter regelmäßig eingesetzt wird. Keine Zukunft über den Sommer hinaus haben hingegen Amin Younes und Henning Matriciani. Deren Verträge laufen aus und sollen laut Sport Bild nicht verlängert werden – bei Matriciani trotz seines aktuellen Kreuzbandrisses.