Transfer-Hammer bahnt sich an! Schalke arbeitet an Dzeko-Verpflichtung

Es wäre eine der spektakulärsten Transfergeschichten dieses Winters – und womöglich weit darüber hinaus. Schalke 04 arbeitet nach Informationen von Sky intensiv an einer Verpflichtung von Edin Dzeko. Der bosnische Stürmerstar, der im März 40 Jahre alt wird, könnte 17 Jahre nach seiner Meisterschaft mit dem VfL Wolfsburg tatsächlich nach Deutschland zurückkehren. Zwischen dem Spieler und den Königsblauen soll es bereits einen engen Austausch geben.
Dass der Name Dzeko ausgerechnet in Gelsenkirchen fällt, kommt nicht zufällig. Schalke-Trainer Miron Muslic und Innenverteidiger Nikola Katic stammen ebenso aus Bosnien-Herzegowina wie der Angreifer. Die Verbindung ist eng, der Respekt groß. Besonders symbolträchtig war eine Szene aus dem November, als Katic seinem Trainer ein Dzeko-Trikot mit nach Schalke brachte. Muslic präsentierte das Geschenk damals mit Stolz und machte keinen Hehl aus seiner Bewunderung.
„Das bedeutet mir sehr viel. Ich bin immer noch ein Fan der bosnischen Nationalmannschaft und Edin ist ein Volksheld“, sagte Muslic damals. Worte, die im Nachhinein fast wie ein Vorgriff auf das wirken, was nun hinter den Kulissen entsteht. Die Frage steht im Raum: Darf Muslic seinen Volkshelden bald nicht nur bewundern, sondern auch trainieren?
Öffentlich gibt sich der Schalke-Coach jedoch zurückhaltend. Angesprochen auf mögliche Neuzugänge erklärte er am Sky-Mikrofon: „Wir arbeiten dran und wir arbeiten gemeinsam dran. Da sind Frank, Youri und jetzt auch Max dafür zuständig.“ Er selbst sei „auch ein bisschen“ involviert, betonte jedoch: „Es ist ein Teamwork, aber alles, was wir besprechen, bleibt so wie in den letzten sieben Monaten intern.“
Hinter dieser diplomatischen Wortwahl verbirgt sich dennoch eine klare Botschaft: Schalke prüft seine Optionen intensiv. Sportvorstand Frank Baumann sondiert den Markt gezielt auf der Suche nach Verstärkungen für die Offensive – und Dzeko ist dabei mehr als nur ein Gedankenspiel.
Schwierige Ausgangslage – sportlich wie finanziell

Ein Transfer des bosnischen Rekordnationalspielers wäre für den Zweitliga-Spitzenreiter ein riesiger Coup, sportlich wie emotional. Gleichzeitig ist das Vorhaben alles andere als einfach. Mit dem FC Paris gibt es finanzstarke Konkurrenz aus Frankreich. Der Klub aus dem Red-Bull-Kosmos kann Dzeko nicht nur ein deutlich höheres Gehalt bieten, sondern auch Erstliga-Fußball – ein nicht zu unterschätzender Faktor.
Aktuell steht Dzeko bei der AC Florenz unter Vertrag, kommt dort in der Serie A allerdings nur noch sporadisch zum Einsatz. Elf Ligaspiele, lediglich 236 Minuten und keine direkte Torbeteiligung – sportlich läuft es für den Angreifer nicht nach Wunsch. Sein Vertrag in Italien läuft im Sommer aus, was einen Wechsel zumindest grundsätzlich möglich macht.
Dzeko bringt eine Vita mit, wie sie im deutschen Unterhaus kaum vorstellbar ist. Über 400 Tore in seiner Profi-Karriere, 146 Länderspiele für Bosnien-Herzegowina, Stationen bei Wolfsburg, Manchester City, AS Rom und Inter Mailand – dazu die Deutsche Meisterschaft 2009. Genau diese Erfahrung könnte für Schalke in der entscheidenden Phase Gold wert sein.
Gleichzeitig ist klar: Mit fast 40 Jahren wäre Dzeko kein Transfer für die Zukunft, sondern eine Wette auf sofortige Wirkung, Führungsstärke und Präsenz. Dass Schalke diese Karte dennoch prüft, zeigt, wie ernst es den Königsblauen mit dem direkten Wiederaufstieg ist.
Ein Deal mit Symbolkraft
Unabhängig davon prüft Schalke weitere Optionen. Auch Union-Berlins Marin Ljubicic soll ein Kandidat sein, das Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt gilt jedoch als schwer zu stemmen, wie Sky Sport berichtet. Dzeko hingegen wäre – trotz aller Risiken – ein Transfer mit enormer Symbolkraft.
Sollte der Bosnier tatsächlich in Königsblau auflaufen, wäre es mehr als nur ein Spielerwechsel. Es wäre ein Statement. Ein Signal an die Liga, an die Konkurrenz und an die eigenen Fans. 17 Jahre nach seiner Meisterschaft mit Wolfsburg könnte Edin Dzeko ausgerechnet Schalke 04 zurück in die Bundesliga schießen.
Noch ist nichts entschieden. Doch allein die Tatsache, dass dieser Gedanke realistisch erscheint, macht deutlich: Das Winter-Transferfenster könnte noch seine ganz große Geschichte schreiben.