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Ex-Schalker Assan Ouédraogo bleibt vom Pech verfolgt

Assan Ouedraogo
Foto: IMAGO

Assan Ouédraogo erleidet bei RB Leipzig den nächsten Verletzungsrückschlag und verpasst das Topspiel gegen die Bayern.


Das Schalker Eigengewächs Assan Ouédraogo kommt einfach nicht zur Ruhe. Der Mittelfeldspieler von RB Leipzig wird den Sachsen erneut fehlen. Wie Cheftrainer Ole Werner vor dem Topspiel gegen den FC Bayern bestätigte, hat der 19-Jährige wieder Probleme an der linken Kniekehle. Laut Sky wird Ouédraogo erneut vier bis sechs Wochen ausfallen.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte der Offensivspieler gegen den SC Freiburg sein Comeback gefeiert und erstmals nach längerer Pause wieder von Beginn an gespielt. Nun folgt schon der nächste Rückschlag. Bereits im November war bei ihm eine Sehnenverletzung in der linken Kniekehle festgestellt worden. Damals hatte Leipzigs Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer von einem „unglaublich bitteren Moment“ gesprochen, da sich Ouédraogo gerade in einer sportlich hervorragenden Phase befand.

Der erneute Ausfall fügt sich in eine lange Verletzungshistorie ein. Bereits in den vergangenen Jahren wurde Ouédraogo immer wieder zurückgeworfen. 2023/24, noch im Schalker Trikot, hatte er innerhalb einer Saison mit Oberschenkelproblemen, einem Syndesmosebandriss, Adduktorenbeschwerden und einer Knöchelverletzung zu kämpfen.

In seinem ersten Jahr in Leipzig folgten Knie- und Oberschenkelverletzungen. In der laufenden Saison ist es erneut die Sehne in der linken Kniekehle, die ihm zu schaffen macht und nun wieder aufgebrochen ist. Insgesamt verpasste Ouédraogo in den vergangenen Spielzeiten bereits mehrere hundert Tage verletzungsbedingt.

Kam der Schalke-Abgang Ouédraogos zu früh?

Diese Ausfallzeit von insgesamt 491 Tagen in den vergangenen drei Jahren ist enorm. Sie nährt die Vermutung, dass der frühe Bundesliga-Wechsel und die rasante Entwicklung des Toptalents zu schnell für den Körper von Assan Ouédraogo waren. Möglicherweise hätte ihm eine weitere Saison beim FC Schalke 04 zur Akklimatisierung im Herrenbereich gutgetan.

Sportlich war der Schritt in die Bundesliga dennoch gerechtfertigt. Der frühere Schalker befand sich zuletzt in der besten Phase seiner Karriere, spielte sich bei RB Leipzig in den Fokus und wirkte körperlich stabiler denn je. Ouédraogo hatte sichtbar Muskelmasse aufgebaut, war Stammspieler und sammelte in 13 Pflichtspielen drei Tore und vier Vorlagen aus dem zentralen Mittelfeld. Besonders sein Traumtor und der überragende Auftritt gegen Werder Bremen bleiben in Erinnerung.

Auch im DFB-Trikot deutete Ouédraogo sein außergewöhnliches Potenzial an. Beim 6:0 gegen die Slowakei traf er bei seinem Debüt kurz nach der Einwechslung. Der Deutsche B-Junioren-Meister von 2022 schien endgültig in der Bundesliga angekommen zu sein und durfte sich leise Hoffnungen auf die Weltmeisterschaft im Sommer machen.