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„Genießen diesen Moment“: S04-Trainer Colmsee blickt mit Stolz auf Saison des Frauen-Teams

Schalke-Frauen
Foto: IMAGO

Die Tabelle lügt bekanntlich nicht. Im Fall des Frauen-Teams des FC Schalke 04 spricht sie sogar eine eindeutige Sprache. Aus 15 Partien in der Westfalenliga holte der Revierklub unter der Leitung von Chef-Trainer Stefan Colmsee (43) die optimale Ausbeute – exakt 45 Zähler.


„Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der Saison sehr zufrieden“, stellt Colmsee in einem Vereinsinterview daher wenig überraschend fest. Die engsten Verfolger sind die Zweitvertretungen von Borussia Dortmund und Arminia Bielefeld, die aber bereits zehn bzw. 13 Punkte zurückliegen. Zudem haben die Schalkerinnen im Kreis- und Westfalenpokal das Viertelfinale erreicht. „Wir genießen diesen Moment, werden in der Vorbereitung aber wieder hart daran arbeiten, dass wir auch im weiteren Saisonverlauf den maximalen Erfolg erreichen“, kündigt der Erfolgscoach an.

Olympiasiegerin Islacker trifft nach Belieben

Der Ball in der Westfalenliga rollt erst wieder am 15. März, wenn S04 beim SV Thülen gastiert. Das Hinspiel entschied S04 mit einem deutlichen 8:0 für sich. Mandy Islacker (37) schnürte einen Viererpack. Die Olympiasiegerin von 2016 steht bei fast unglaublichen 30 Saisontreffern. Jolina Opladen als Nummer drei der Torschützinnenliste netzte immerhin 15-mal ein. Die Ausbeute von 104 Saisontoren zeigt eines deutlich: Schalkes Frauen sind reif für die Regionalliga.

Das unterstreicht auch der 2:1-Sieg im Westfalenpokal gegen Drittligist Borussia Dortmund. Colmsee gerät ins Schwärmen. „Das war ein sehr emotionales Spiel, die Freude nach Abpfiff war riesig – da muss man sich einfach nur die Bilder anschauen“, rekapituliert der Fußballlehrer den Moment des Triumphes. „Der Derbysieg hat uns jetzt gezeigt, dass wir mit starken Mannschaften aus einer Liga über uns nicht nur mithalten können, sondern sie auch schlagen können“, ist der 43-Jährige von seinem Team überzeugt. Er wünscht sich, „dass in den nächsten Monaten noch ein paar Momente dazukommen“. Denn: „Wir haben ja noch einige Spiele zu spielen.“