Abschiedsgerüchte: Schalke-Keeper Heekeren vor dem Abflug?

Der FC Schalke muss sich womöglich schon bald von Ersatztorwart Justin Heekeren verabschieden. Der belgische Traditionsklub RSC Anderlecht hat den 25-Jährigen ins Visier genommen.
Die Zukunft von Justin Heekeren beim FC Schalke 04 bleibt ungewiss. Der Torhüter steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge auf der Liste des belgischen Spitzenklubs RSC Anderlecht. Zuerst hatte die Zeitung Het Nieuwsblad über das Interesse berichtet, wenig später bestätigte auch die WAZ, dass es bereits Kontakt zwischen Spielerseite und dem Traditionsverein aus Brüssel gegeben hat.
Von einem unmittelbar bevorstehenden Transfer ist nach Informationen der WAZ allerdings nicht zu sprechen. Dennoch gilt ein Verbleib Heekerens über den Sommer hinaus als unwahrscheinlich. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus, eine Verlängerung ist nach aktuellen Einschätzungen kaum ein Thema. Damit könnte der Keeper spätestens im Sommer ablösefrei wechseln – ein Szenario, das Anderlecht aufmerksam verfolgt.
Ein schneller Abschied im Winter wäre für Schalke jedoch mit Risiken verbunden. Hinter Stammkeeper Loris Karius stünden dann nur noch die Nachwuchstorhüter Luca Podlech und Johannes Siebeking bereit. Gerade mit Blick auf die sportlichen Ziele in der Rückrunde dürfte der Klub ungern auf eine erfahrene Nummer zwei verzichten.
Anderlecht heiß auf Schalke-Torhüter Justin Heekeren
Heekeren selbst hat seine Rolle zuletzt professionell angenommen, auch wenn die Degradierung zur Nummer zwei für ihn schwer zu verdauen war. Im November sagte er offen, die Entscheidung des Trainers gegen ihn sei „hart“ gewesen. Gleichzeitig machte er deutlich, wie er mit der Situation umgeht: „Ich bin kein Typ, der den Kopf in den Sand steckt. Ich bin immer Feuer und Flamme, ich will gewinnen, will, dass mein Team gewinnt. Warum sollte ich den Buhmann machen? Da habe ich nichts von und da hat die Mannschaft nichts von.“
Sportlich spricht derzeit vieles für einen Neustart. In der Liga ist Loris Karius gesetzt, Heekeren kam bislang nur im DFB-Pokal zum Einsatz. Eine Oberschenkelverletzung bremste ihn zuletzt zusätzlich aus, inzwischen ist der 25-Jährige aber wieder voll im Training.
Auch in Anderlecht wäre Heekeren zunächst nicht automatisch Stammspieler. Kapitän Colin Coosemans ist dort die klare Nummer eins, leistete sich zuletzt jedoch einige Unsicherheiten. Für Heekeren könnte der Wechsel trotzdem einen wichtigen Karriereschritt bedeuten: ein Traditionsklub mit regelmäßigen Ambitionen auf den Europapokal – und die realistische Aussicht, sich mittelfristig in einem größeren Umfeld zu beweisen.