Mit Timo Becker oder Mertcan Ayhan gegen Hertha BSC? S04-Trainer Muslić trifft Entscheidung

„Es ist ein Highlight-Spiel“. Miron Muslić (43) freut sich bereits auf den Auftritt seiner Schalker im Berliner Olympiastadion (17. Januar, 20:30 Uhr). Mit dem Spiel gegen Gastgeber Hertha BSC startet der Herbstmeister in die Rückrunde der 2. Bundesliga.
„Wir treffen auf einen Gegner mit großen Ambitionen“, warnt Muslić am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Hauptstadtklub. Für die Berliner stehe eine Menge auf dem Spiel, ist der S04-Trainer überzeugt. „Wenn man auf die Tabelle schaut, dann ist klar, um was es für die Hertha geht. Davor sind wir gewarnt.“ Hertha rangiert nach 17 Spielen auf Platz sechs – mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Dennoch steht für den Fußballlehrer fest: „Wir sind aber Schalke und wenn wir das Spielfeld betreten, wollen wir gewinnen.“
In der Hinserie sicherten Moussa Sylla (26) und Nikola Katić (29) mit ihren Treffern einen 2:1-Sieg. Den Berlinern gelang durch Sebastian Grønning (28) lediglich der Anschlusstreffer. „Wir kennen die Stärken von der Hertha“, zeigt sich Muslić selbstbewusst. Er wisse genau, „wo wir ihnen wehtun können“. Nun gehe es darum, „unseren Plan mit Überzeugung durchzusetzen“. Der Österreicher ist überzeugt: „Wenn wir gut performen, können wir jede Mannschaft schlagen.“
Tchibara kehrt zurück, Leonard vor Debüt
Zwei Youngster stehen in Berlin im Kader. Erstmals dabei sein wird Dylan Leonard (18), dessen Spielberechtigung nun vorliegt. Seit dem vergangenen Herbst trainiert er mit, durfte sich bislang aber nur in Testspielen präsentieren. Für Zaid Tchibara (19) endet eine lange Leidenszeit. Nach seinem Kreuzbandriss im Februar 2025 war er fast ein ganzes Jahr lang zum Zuschauen gezwungen. Muslić warnt vor übertriebenen Erwartungen: „Wir wollen ihn langsam und sukzessive aufbauen. Alles was in den nächsten Monaten kommt, ist Bonus für ihn.“
Mit Katić, Hasan Kuruçay (28) und Mertcan Ayhan (19) verfügt Schalke 04 ligaweit über die beste Innenverteidigung. Nur zehn Gegentreffer kassierten die Knappen in 17 Hinrundenpartien. Doch nun steht Timo Becker (28) nach seinem Innenbandriss wieder zur Verfügung. Muslić hat seine Entscheidung bereits getroffen. „Ayhan hat es in der Zeit, in der er ausfiel, herausragend gemacht“, lobt er den Youngster, der aber nun ins zweite Glied zurücktreten muss. Zwar sei Becker „noch nicht wieder 100-prozentig in seinem Rhythmus“, meint der 43-Jährige, „aber ich plane fix mit ihm.“