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„Risiko“: Karius packt über Zweifel am Schalke-Wechsel aus

Loris Karius
Foto: IMAGO

Der FC Schalke 04 wurde für Loris Karius zur großen Chance – und zum Risiko zugleich. Jetzt spricht der Torwart offen darüber, wie er sich trotz aller Zweifel zurückgekämpft hat.


Als Loris Karius im Januar 2025 beim FC Schalke 04 unterschrieb, war der Schritt alles andere als selbstverständlich. Der Torwart hatte nach Jahren mit wenig Spielpraxis einiges zu verlieren – und genau das machte den Wechsel für ihn zu einem Wagnis. „Für mich war der Schritt zu Schalke ein Neuanfang in Deutschland und auch mit einem gewissen Risiko verbunden“, sagt der 32-Jährige rückblickend im Gespräch mit dem kicker.

Tatsächlich war Karius in der Bundesliga zuletzt kaum noch präsent gewesen. Nach Stationen bei Union Berlin und Newcastle United stand er nur selten zwischen den Pfosten. Entsprechend groß waren seine Zweifel, ob er sich auf Schalke überhaupt würde durchsetzen können. „Ich wusste nicht, ob ich am Ende wirklich die Chance bekomme, meine Leistungen zu zeigen“, erinnert er sich. Vor ihm stand mit Justin Heekeren ein Konkurrent, der sich im internen Duell mit Ron-Thorben Hoffmann durchgesetzt hatte.

Der Durchbruch kam erst über Umwege. Zunächst als Nummer zwei eingeplant, erhielt Karius Ende Februar 2025 seine Chance – und nutzte sie. Zwar stoppte ihn kurze Zeit später eine Wadenverletzung, doch die Verantwortlichen waren überzeugt genug, um seinen Vertrag zu verlängern.

Schalke-Torhüter Karius mit WM-Chance?

In der aktuellen Saison unter Trainer Miron Muslic ist der frühere Liverpool-Keeper schließlich unumstrittene Nummer eins und einer der stabilsten Rückhalte der Königsblauen. Neun Spiele ohne Gegentor sprechen für sich. Karius weiß, dass sein Weg zurück ins Rampenlicht auch vom Vertrauen der Trainer abhing. „Die Trainer mussten den Mut und die Überzeugung aufbringen, mich ins Tor zu stellen“, sagt er.

Für ihn selbst blieb nur ein Hebel: Leistung im Training. Dass sich diese Geduld ausgezahlt hat, zeigt nicht nur Schalkes sportliche Entwicklung, sondern auch die neue öffentliche Wahrnehmung des Keepers. Inzwischen werden sogar Stimmen laut, die Karius eine Perspektive in der Nationalmannschaft zutrauen. Für den Routinier wäre das ein besonderer Moment, den er aber bewusst klein hält.

Eine WM-Teilnahme 2026 bezeichnet er als „Kirsche auf der Sahne“. Große Worte will er dennoch vermeiden: „Ich habe natürlich persönliche Ziele, die ich aber für mich behalte.“