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Fehlendes Trainingslager ein Nachteil? Schalke-Star bezieht Stellung

Kenan Karaman, Nikola Katic und Ron Schallenberg
Foto: IMAGO

Schalke verzichtet auf ein Wintertrainingslager – Trainer Miron Muslic und Mittelfeldspieler Ron Schallenberg erklären, warum die Vorbereitung in Gelsenkirchen dennoch kein Nachteil sein soll.


Der FC Schalke 04 ist ohne klassisches Wintertrainingslager in die Rückrundenvorbereitung gestartet – eine Entscheidung, die rund um den Klub für Diskussionen sorgt. Spätestens nach der wetterbedingten Verlegung des Testspiels gegen den VfL Osnabrück ins Parkstadion meldeten sich Kritiker zu Wort. Trainer Miron Muslic und Mittelfeldspieler Ron Schallenberg halten dagegen – und liefern Argumente, warum der eingeschlagene Weg für Königsblau kein Nachteil sein muss.

Muslic hatte schon vor der Winterpause klargemacht, dass er bewusst auf eine Reise ins Trainingslager verzichten will. Stattdessen setzte der neue Cheftrainer auf Kontinuität in Gelsenkirchen – mit vertrauten Abläufen, kurzen Wegen und Bedingungen, die denen im Liga-Alltag ähneln. Dass das geplante Testspiel in Osnabrück am vergangenen Wochenende zunächst abgesagt wurde, änderte daran nichts. Dank eines kurzfristig aktivierten „Plan B“ konnte die Partie doch noch stattfinden, Schalke gewann 2:0.

Für Muslic ist entscheidend, dass die Mannschaft auch ohne Tapetenwechsel optimal arbeiten kann. „Nur die Kälte ist da. Aber alle drei Trainingsplätze sind grün und in optimalem Zustand. Der Platz, auf dem wir gegen Osnabrück gespielt haben, war besser, als in den vergangenen fünf Zweitligaspielen, die wir absolviert haben“, betonte der 43-Jährige.

Fehlendes Trainingslager: Ein Klimavorteil für Schalke?

Aus der Sicht von Muslic bietet das Umfeld auf Schalke alles, was es für eine konzentrierte Vorbereitung braucht. Auch Ron Schallenberg sieht die Debatte um das Wintertrainingslager gelassen. Der Mittelfeldspieler kennt aus seiner Zeit in Paderborn beide Modelle – mit und ohne Reise – und warnt davor, eine Lösung grundsätzlich über die andere zu stellen.

„Ich bin kein Freund davon zu sagen, die eine Lösung ist die richtige und die andere die falsche. Es gibt für beide Meinungen gute Argumente“, sagt der 27-Jährige. Für Schalke spreche vor allem, dass sich die Mannschaft nicht an andere klimatische Bedingungen gewöhnen müsse.

Dass Trainingseinheiten und Spiele derzeit bei eisigen Temperaturen stattfinden, schreckt Schallenberg nicht ab. „Ich bin zwar jemand der friert. Doch nach zwei Minuten, wenn ich auf dem Platz stehe, ist das erledigt“, erklärt er – und lobt zugleich die Arbeit der Greenkeeper: „Ich habe die Plätze hier noch nie so gut erlebt, seit ich auf Schalke bin“.