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Nach starkem Heim-Debüt: Muslic dämpft Euphorie um Schalke-Talent

Dylan Leonard
Foto: IMAGO

Nach seinem Heim-Debüt im Testspiel gegen Osnabrück sorgt Schalke-Youngster Dylan Leonard für viel Aufmerksamkeit. Trainer Miron Muslic mahnt trotz des gelungenen Auftritts zur Geduld.


Beim Testspiel des FC Schalke 04 gegen den VfL Osnabrück hat ein Name besonders neugierig gemacht: Dylan Leonard. Der Australier, der intern schon länger als großes Talent gilt, kam zur zweiten Halbzeit ins Spiel und feierte damit sein Heim-Debüt für die Profis.

Leonard war im vergangenen Herbst ablösefrei nach Gelsenkirchen gewechselt. Sein früherer Klub Western United musste aus finanziellen Gründen den Spielbetrieb in Australiens erster Liga einstellen – für Schalke eine unerwartete Chance, eines der vielversprechendsten Abwehrtalente des Landes zu verpflichten. Seit dem Jahreswechsel ist der Youngster spielberechtigt, nun durfte er erstmals auch vor heimischem Publikum ran.

Sportlich machte Leonard dabei direkt auf sich aufmerksam. Eine Szene aus dem Spiel ging schnell in den sozialen Netzwerken herum: Am Mittelkreis nahm der 18-Jährige den Ball an, drehte sich geschickt aus dem Druck und spielte anschließend einen präzisen Pass in den Strafraum – der Angriff führte zum zweiten Schalker Treffer beim 2:0-Erfolg.

Muslic mahnt zur Geduld: Kein Druck für Schalke-Juwel Leonard

Trotz des gelungenen Auftritts mahnt Trainer Miron Muslic zur Geduld. Der Coach will den Druck von seinem jungen Spieler nehmen und betonte gegenüber der WAZ: „Nicht vergessen: Der Junge hat einen langen Weg vor sich. Wir gehen sehr behutsam mit ihm um.“ Gleichzeitig sieht Muslic in Leonard aber großes Potenzial und beschreibt ihn als Akteur mit Zukunft, der sowohl technisch als auch mental überzeugt.

Für Leonard selbst ist der Schritt nach Deutschland ein großer Einschnitt gewesen. Nach dem abrupten Ende seines Klubs in Australien musste er sich neu orientieren – und entschied sich bewusst für Schalke. In einem seiner ersten Interviews erklärte er: „Es war eine sehr komplizierte Situation. Ich hatte danach einige Optionen in vielen verschiedenen Ländern. Aber als ich vom Interesse der Schalker gehört habe, waren alle anderen Optionen für mich unwichtig.“

Der Youngster weiß, dass er sich seine Chancen erst erarbeiten muss. Wahrscheinlich wird er zunächst zwischen Profikader und U23 pendeln, um Spielpraxis zu sammeln. Sein Ziel hat er dennoch klar vor Augen: langfristig vor voller Arena in der Veltins-Arena aufzulaufen.