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„Werden uns alles abverlangen“: Dresden-Coach Stamm vor Duell gegen Schalke 04

Thomas Stamm
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Aufatmen in Dresden. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn gelang Dynamo am vergangenen Wochenende der erste Erfolg der neuen Spielzeit. Mit einem hart umkämpften 2:1-Erfolg bei Mitaufsteiger Arminia Bielefeld kehrten die Elbstädter nach Hause zurück. Am Sonntag (31. August, 13.30 Uhr) können die Sachsen mit einem Erfolg gegen Schalke 04 mit ihrem Gegner nach Punkten gleichziehen.


Das Rudolf-Harbig-Stadion ist mit gut 31.000 Zuschauern ausverkauft. Gut 2.000 Gästefans unterstützen den Revierklub bei dem Versuch, den ersten Auswärtssieg seit dem 8. März 2025 einzufahren. Damals siegten die Königsblauen dank der Treffer von Tomáš Kalas (32) und Kenan Karaman (31), der einen Foulelfmeter verwandelte, mit 2:1 bei Hertha BSC. Der Ex-Schalker Fabian Reese (27) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Thomas Stamm (42) erinnert am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Schalke-Spiel an den Auftaktsieg der Knappen. Mit aggressivem Pressing und unterstützt von einem leidenschaftlichen Publikum brachte der Revierklub Hertha BSC – wie im Frühjahr – eine 1:2-Niederlage bei. „Sie sind eine intensive Mannschaft. Man hat im Eröffnungsspiel gesehen, mit welcher emotionalen Intensität sie in die Spiele gehen und genau das umsetzen, was ihr Trainer an der Seitenlinie vorlebt“, zeigt sich Dresdens Chef-Trainer beeindruckt.

„Wir wollen uns nicht verstecken“

Die Handschrift von Schalkes neuem Chef-Coach Miron Muslić (42) sei bereits zu erkennen, glaubt Stamm. „Sie werden uns alles abverlangen“, vermutet der Schweizer. Doch auch seine Mannschaft habe ihre Stärken, „um auf dasselbe Level zu kommen, vor allem zu Hause“. Königsblau habe „zweifelsohne Ambitionen“, ist der Dresdner Trainer überzeugt, „aber wir wollen uns nicht verstecken.“

In der ersten Runde des DFB-Pokals unterlagen die Sachsen unglücklich mit 0:1 gegen Mainz 05, boten gegen den Conference-League-Teilnehmer eine couragierte Vorstellung. Stamm erinnert an den Auftritt seines Teams. „Gerade das Spiel gegen Mainz kann ein guter Gradmesser sein“, meint der Fußballlehrer. Sollte seine Elf „an diese Leistung anknüpfen“ und „gerade mit dem Rückenwind des vergangenen Wochenendes auftreten“, könne sie auch „mit breiter Brust ins Spiel gehen“. Und vielleicht den ersten Heimsieg nach dem Wiederaufstieg feiern.