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Auf Schalke ist Aufarbeitung dieser Themenkomplexe dringend nötig

FC Schalke 04 Logo
Foto: IMAGO

Immerhin gestehen die Verantwortlichen des FC Schalke 04 ein, so einige Fehler bei der Planung und im Verlauf der gestern zu Ende gegangenen Saison gemacht zu haben. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung, sagt der Volksmund. Nun müsse aber auch eine umfassende Analyse dieser Fehler erfolgen, fordert Andreas Ernst in der WAZ, um für die Zukunft, die da in Form der nächsten Zweitligasaison wartet, besser gewappnet zu sein.


Dass Schalke 04 am Ende auf Platz 10 landete und doch nicht weiter unten, wo man lange Zeit rangiert hatte, sodass ernsthaft der Klassenerhalt in Gefahr war, sei keinem „großen Turnaround“ innerhalb der Mannschaft geschuldet, schreibt Ernst. Vielmehr hätte Geraerts zusehends auf einfachen Fußball der Marke „Langer-Ball-zweiter-Ball“ gesetzt, in dem vor allem die beiden Stützen Marius Müller im Tor und Kenan Karaman mit seinen 13 Treffern dafür gesorgt hätten, dass dieser zu Punkten führte.

Problematisch blieben deshalb viele Punkte, allen voran die Struktur des Kaders. Die Führungsfiguren des Aufstiegs 2022 – Ralf Fährmann, Marcin Kaminski, Dominick Drexler und Simon Terodde – seien allesamt zwei Jahre älter gewesen. Keiner habe auch nur annähernd die Form gehabt, um auch nur in die Nähe des Ziels Wiederaufstieg zu gelangen. Vielmehr habe dieser Kader nicht mehr Qualität gehabt als für Platz 8 bis 12, urteilt Ernst, was man dann am Ende ja auch erreichte – aber eben nicht mehr. Vor allem Tempo habe dem Kader gefehlt, und das in allen Mannschaftsteilen.

Tomas Kalas
Foto: Getty Images

Nur wenige Neuzugänge schlugen auf Schalke wirklich ein

Punkt zwei: die Neuzugänge. Hier hätten einzig Müller und mit Abstrichen Paul Seguin und Tomas Kalas eingeschlagen. Die übrigen hätten zwar gute Tage gehabt, dies aber viel zu selten. Tempelmann, Soppy, Lamse, Baumgartl und Churlinov hätten der Mannschaft nicht wirklich weitergeholfen, trotz in manchen Fällen vieler Vorschusslorbeeren.

Weitere Punkte, die zu den großen Problemen auf und neben dem Platz geführt hätten: fehlende Hierarchie im Kader. Mangelnde Disziplin, die gleich mehrere Rauswürfe und Suspendierungen nach sich zog, oft wegen Äußerungen vor Mikrofonen und nicht wegen Verhaltens auf dem Rasen oder Trainingsplatz. Und zu schlechter Letzt: die grauenhafte Auftritte bei Auswärtsspielen. 3:5 in Düsseldorf, 1:4 in Kaiserslautern, 2:5 bei Hertha, die Liste ließe sich noch weiter fortführen.

All das sind die Punkte, die nun angegangen werden müssen. Wobei natürlich die Gestaltung des Kaders für die kommende Saison sowohl in punkto Qualität als auch Hierarchie der entscheidende Baustein sein wird.

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