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Austragungs-Streit geht in die nächste Runde – Schalke beschuldigt Osnabrück

Matthias Tillmann
Foto: IMAGO

Selten hat ein Zweitligaspiel schon vor Anpfiff für so viel Aufregung gesorgt wie die Partie zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Osnabrück. Seit feststeht, dass an der Bremer Brücke nicht gespielt werden kann, fliegen die Giftpfeile hin und her. Beide Klubs machen sich gegenseitig heftige Vorwürfe.


Am 4. Mai sollte in Osnabrück ab 13 Uhr der Ball rollen. Doch nach einer regelmäßig stattfindenden Prüfung durch einen Gutachter untersagte die zuständige Behörde, das Stadion zu nutzen. Guter Rat war nun teuer. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) entschied letztendlich, das Duell im Tabellenkeller auf den 7. Mai um 18.30 Uhr zu verlegen. Austragungsort soll das Millerntor-Stadion des FC St. Pauli sein, Zuschauer aus organisatorischen Gründen nicht zugelassen werden.

Aus Osnabrück hieß es nun, der Revierklub habe eine andere Spielstätte nicht akzeptiert. „Leider hat der FC Schalke 04 eine Verlegung nach Bremen oder nach Hannover generell abgelehnt und dies schriftlich mitgeteilt, was wir inhaltlich nicht verstehen und sehr bedauern“, erklärten die beiden Osnabrücker Geschäftsführer Philipp Kaufmann (30) und Michael Welling (53) am Freitag. Die ursprüngliche Intention sei es gewesen, „die Partie gegen Schalke am 15. Mai mit Zuschauern an der Bremer Brücke auszutragen“. Schließlich habe der VfL „aber die DFL-Entscheidung mit Verlegung auf den 7. Mai ins Millerntor-Stadion“ akzeptiert.

Geister-Spiel am Millerntor

Diese Anschuldigung wollten die S04-Verantwortlichen nicht auf sich sitzen lassen. „Der Vorwurf, der FC Schalke 04 lehne fanfreundliche Lösungen ab, ist vollkommen haltlos“, hieß es ebenfalls am Freitag in einer offiziellen Mitteilung. Und weiter: „Werthaltige und verbindliche Vorschläge gab es von Osnabrücker Seite keine.“ Der Vorschlag eines Ausweichstadions sei erst am späten Donnerstagabend (2. Mai), und zwar „nach der Entscheidung der Deutschen Fußball Liga (DFL)“, erfolgt.

Matthias Tillmann (40), Vorstandsvorsitzender von Schalke 04, lehnte eine „erneute örtliche Verlegung“ ab, da sie nur „noch mehr Verwirrung“ stiften würde. Allerdings gingen die Verantwortlichen noch davon aus, dass am Millerntor Zuschauer im Stadion sein würden. Dass das Spiel nun ohne Fans über die Bühne gehe, sei die Schuld der Osnabrücker. Die Niedersachsen hätten „die Option St. Pauli mit Fans – bewusst oder unbewusst – verstreichen“ lassen.

Erneut brachte Königsblau eine Verlegung der Partie in die Veltins-Arena ins Gespräch. Doch die DFL lehnte dies „aus Gründen der Wettbewerbsintegrität“ ab.

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