Bundesliga

Presseschau zum 0:2 gegen Bayern: „Trainerwechsel kam zu spät“

Thomas Reis
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Mit 0:2 verlor Schalke 04 sein letztes Spiel vor der Winterpause zu Hause gegen den FC Bayern München. Dennoch ist eine eher positive Stimmung rund um S04 auszumachen. Wie verkaufte sich das Team bei dieser Niederlage? Das schreibt die Presse zum 0:2 und den aktuellen Aussichten.


Für die FAZ ist eine klare Steigerung seit dem Trainerwechsel zu erkennen. Schalke sei nun „deutlich aktiver. Der Revierklub greift den Gegner früher an, spielt mit mehr Tempo und zielstrebiger nach vorne.“ Die Niederlage gegen Bayern sei „erwartbar“ gewesen. „Weil die Konkurrenz aus Bochum und Berlin gewann, sieht es in der Tabelle aber düster aus.“ Um sich weiter zu verbessern seien jetzt wohl auch Transfers nötig.

Für die Bayern habe „Pflichterfüllung zur Dominanz“ gereicht, meint die Süddeutsche Zeitung. Bayern sei schlicht „übermächtig“ gewesen.

Auch für die WAZ gewannen die Bayern „locker“ auf Schalke: „Diese Bayern hält keiner auf.“ Dabei habe Schalke lange „bemerkenswert gut“ dagegengehalten.

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Auch Neuer sieht Verbesserung bei Schalke 04

An anderer Stelle wird kommentiert, dass der Trainerwechsel beim FC Schalke 04 zu spät gekommen sei. „Seit Thomas Reis die Königsblauen trainiert, haben sie sich spielerisch und taktisch verbessert.“ Angsthasenfußball sei nicht mehr auf Schalke zu sehen, Reis flöße den Spielern neuen Mut ein. Und auch, wenn das dann am Ende gegen die Bayern – erwartbar – nicht gereicht habe. Die Fans honorierten eben auch Leistung, wenn keine Wunderdinge erreicht werden und hätten ihr Team deshalb trotz Niederlage zurecht mit Applaus in die Winterpause verabschiedet.

Reviersport sah „aufopferungsvoll kämpfende“ Schalker, die dennoch „abgeschlagen“ als Tabellenletzter in die Winterpause gehen. “ Schalke kämpfte, grätschte, sprintete, bemühte sich sogar um offensive Aktionen.“ Man habe sich sogar einige Torraumszenen erkämpfen und erspielen können. Erst nach dem 0:2 sei die Partie ein ungleiches Duell gewesen.

Die Hoffnung aufgegeben hat auch Ex-Schalker Manuel Neuer für seinen Ex-Club nicht, für den er immer noch Sympathien hegt. Man habe gesehen, dass die letzten drei Spiele schon viel besser liefen als zuvor, hebt auch der Nationaltorwart auf den sinnvollen Trainerwechsel ab. Dass er elf Jahre nach seinem Wechsel von Schalke zu Bayern immer noch mit Piffen empfangen wurde, erklärt Neuer damit, dass da „immer noch ein bisschen Liebe dabei“ sei.

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