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Fan-Choreographie mit Rauchtöpfen bringt Schalke 04 Ärger mit der Polizei ein

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In Fankreisen wurde die gestrige Fan-Choreographie der Schalker Nordkurve ausgiebig gelobt. Einzigartige Kreativität stecke darin, zudem sei diese aus Schalker Sicht angesichts der 0:2-Niederlage gegen den SC Freiburg das Beste an diesem Abend gewesen. Die Polizei hingegen ist gar nicht begeistert von den genutzten Rauchtöpfen und kündigt nun ernsthafte Konsequenzen für den Club und wohl auch die Urheber an.


Als gäbe es nicht schon genug Unruhe rund um den FC Schalke 04. Zurzeit Tabellenletzter, seit gestern seit sechs Spielen in der Bundesliga ohne einen einzigen Punkt. Der plötzliche Rücktritt von Rouven Schröder und die nicht ganz reibungslose Verpflichtung des neuen Trainers Thomas Reis sorgten bereits für ein Beben.

Nun tragen auch noch die Fans zu weiterem Ungemach rund um den Revierclub bei. Zwar war die aufwendige Choreographie für vor dem Spiel gegen den SC Freiburg explizit bei der Polizei angemeldet worden. Doch von Rauchtöpfen, die jenen von anderen Fans so gelobten Effekt bewirkten, war bei dieser Anmeldung nicht die Rede. Konnte es ohnehin nicht sein, da solche in Stadien nicht erlaubt sind.

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Blauer Rauch wird zum Problem

Um das zunächst weiße, überdimensionale Schalke-Trikot aber optisch nach Beginn der Choreo blau zu färben, bedienten sich die Fans aber eben jener Rauchtöpfe, die mit ihrem blauen Rauch aus dem weißen ein blaues Schalke-Trikot machen.

Dummerweise zog der Rauch nicht aus dem Stadion ab, sondern verweilte in der Kurve und zog wenig später aufs Spielfeld. Dort wurde Schalkes Torhüter Alexander Schwolow derart von Rauch eingehüllt, dass an ein Fußballspiel unter fairen Bedingungen nicht zu denken war. Prompt unterbrach Schiedsrichter Christian Dingert die Partie für mehrere Minuten, bis der Rauch sich dann doch verzog.

Diese Vorgehensweise wird nun gleich zwei Konsequenzen seitens der Polizei haben. Erstens wird ein Strafverfahren eingeleitet, um die Verursacher zu ermitteln und anschließend juristisch zur Rechenschaft zu ziehen.

Zweitens wollen Polizei und Feuerwehr vorerst nicht mehr dem Sicherheitskonzept des Clubs zustimmen, was zuletzt eigentlich Standard war. Laut Polizei Gelsenkirchen müssten die Partien dann ohne gültiges Sicherheitskonzept durchgeführt werden. Ob das weitere Kosten oder Einschränkungen für den Club bedeutet, ist nicht bekannt. Wohl aber, dass beides keine guten Nachrichten sind. Wie all die übrigen Nachrichten auf Schalke in den letzten Tagen ebenfalls.

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