Muslic schwärmt von Schalke-Profi: „Bester Mann auf dem Platz“

Nach dem souveränen Testspielsieg gegen Hessen Kassel erhält ein Schalke-Profi ein besonderes Lob von Trainer Miron Muslic. Damit sammelt er vor dem Bundesliga-Start wichtige Pluspunkte im Konkurrenzkampf.
Ron Schallenberg hat im Testspiel des FC Schalke 04 bei Hessen Kassel einmal mehr unter Beweis gestellt, welchen Stellenwert er für die Mannschaft besitzt. Beim souveränen 5:0-Erfolg überzeugte der Mittelfeldspieler nicht nur mit seiner gewohnten Zweikampfstärke, sondern leitete mit einer energischen Balleroberung auch den Führungstreffer durch Kapitän Kenan Karaman ein.
Die Szene entsprach genau dem Plan der Königsblauen. Nach einem kurz ausgeführten Abstoß setzte Schallenberg den Gegner früh unter Druck, gewann den Ball und legte für Karaman auf. Der 27-Jährige selbst wollte die Aktion anschließend nicht überbewerten. „Wir spielen ja immer Pressing, gerade beim Abstoß des Gegners. Es war unser Anspruch, so zu einigen Ballgewinnen zu kommen“, erklärte er gegenüber der WAZ und ergänzte: „Ich brauche kein Sonderlob.“
Das sah Trainer Miron Muslic allerdings anders. Der Schalke-Coach adelte seinen Mittelfeldspieler nach der Partie mit einem besonderen Kompliment. „Ron Schallenberg war der beste Mann auf dem Platz“, sagte Muslic gegenüber den Ruhr Nachrichten und fügte hinzu, dass der Mittelfeldspieler bei vielen Beobachtern häufig „unter dem Radar“ fliege, intern aber einen enormen Stellenwert besitze.
Ron Schallenberg vor Bundesliga-Premiere auf Schalke
Für Schallenberg ist die aktuelle Situation das Ergebnis einer bemerkenswerten Entwicklung. Nach zwei schwierigen Jahren auf Schalke spielte er sich in der vergangenen Saison endgültig fest und gehörte als Stammkraft im defensiven Mittelfeld zu den Leistungsträgern auf dem Weg zum Aufstieg. Nun steht für ihn mit 27 Jahren die Premiere in der Bundesliga bevor.

„Das ist schon etwas ganz, ganz Besonderes für mich. Es war für mich nicht unbedingt absehbar, dass es mal in der Ersten Liga endet“, sagte der gebürtige Paderborner. Dass ihn der Aufstieg emotional berührt hat, gibt der sonst eher nüchtern auftretende Schallenberg offen zu. „Den Abpfiff vom Düsseldorf-Spiel und die Szenen danach habe ich mir ungefähr noch 50 Mal angeschaut.“
Im Konkurrenzkampf mit Neuzugang Satoshi Tanaka sammelte Schallenberg gegen Kassel weitere Argumente. Vieles deutet darauf hin, dass er auch beim Bundesliga-Auftakt zum Stammpersonal gehören könnte. Bis dahin warten mit den Testspielen gegen Atalanta Bergamo (8. August) und Real Madrid (16. August) jedoch noch zwei hochkarätige Prüfsteine auf den Aufsteiger.