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Herausforderung für Terodde: Endlich auch in der Bundesliga überzeugen

Simon Terodde
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Seit der letzten Saison mit dem FC Schalke ist Simon Terodde mit 172 Treffern Rekordtorschütze der 2. Bundesliga. Nun spielt er wieder in der ersten Liga. Dort will er seine Kritiker überzeugen, die trotz seines Rekordwertes monieren, dass er dort bislang noch nie überzeugte. Das sieht Simon Terodde selbst als willkommene Herausforderung an.

Mit inzwischen 34 Jahren ist der Mittelstürmer wahrlich nicht mehr der Jüngste. Dennoch fühlt er sich auf der Höhe seines Schaffens. 30 Tore in der vergangenen Saison bedeuteten einen weiteren, persönlichen Rekord für ihn in der 2. Bundesliga.

In den 12 Jahren, die er als Profi tätig ist, erzielte er bislang aber lediglich 10 Tore in der ersten Liga (in 58 Spielen). Da sollen einerseits nun natürlich weitere hinzukommen, schlicht, um seinen FC Schalke 04 vor einem neuerlichen Abstieg zu bewahren. Andererseits, um jene Kritiker verstummen zu lassen, die ihm bislang bestenfalls mediokre Auftritte im Oberhaus des deutschen Fußballs attestieren.

Terodde selbst sagt, er habe mit Schalke in der Bundesliga „Großes“ vor. Zwar hat er mit Sebastian Polter nun einen direkten Konkurrenten im Kader um die Position als zentraler Stürmer. Doch die Verantwortlichen versicherten eindringlich, dass sie zuvorderst auf die Qualitäten von Simon Terodde baun werden.

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Bundestrainer Flick wird genau hinschauen

Unterstützung aus der Mannschaft wird er jedenfalls genug erhalten, um nun auch in der Bundesliga zu reüssieren. Noch-Kapitän Danny Latza titulierte Terodde als „Phänomen“ mit einem „unvergleichlichen Torriecher“. Latza verwies gleichzeitig auf das hohe Ansehen, das der gebürtige Bocholter Terodde im Team genieße.

Als Extra-Motivation könnte Terodde zudem dienen, dass er jetzt eine knappe Hinrunde Zeit hat, auch Bundestrainer Hans-Dieter Flick zu zeigen, dass er auch auf höchstem Niveau regelmäßig zu treffen in der Lage ist. Denn auch, wenn die deutsche Nationalmannschaft das letzte Spiel mit 5:2 gegen Italien gewann. Zuvor war deutlich geworden, dass der DFB-Elf ein echter Knipser, ein klassischer Strafraumstürmer schmerzlich fehlt. Einer, wie ihn Terodde par excellence verkörpert.

Dann winkt vielleicht sogar im hohen Alter von 34 noch die Berufung in die Nationalmannschaft, welche am Ende des Jahres die WM in Katar spielen wird. Dass die FIFA gestern mitteilte, dass der zugelassene Kader für das WM-Turnier von 23 auf 26 erhöht wird, dürfte Teroddes Chancen auf eine Teilnahme nicht gerade schmälern – und für den Schalker Aufstiegshelden zusätzliche Motivation in den Bundesligaspielen bis November sein.