2. Bundesliga

Presseschau zum 3:0 über Heidenheim: „Eine Menge Spielglück, aber nicht unverdient“

Kou Itakura
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In der Höhe vielleicht nicht verdient gewinnt der FC Schalke 04 zu Hause mit 3:0 über den 1. FC Heidenheim. Damit beerdigen die Schalker nicht nur die letzten Heidenheimer Aufstiegshoffnungen, sie setzen sich auch selbst erstmals in dieser Saison an die Spitze der Tabelle. Doch es war nicht alles Gold, was glänzt, meint die Presse.

Die WAZ sah die „beste kämpferisch Leistung in dieser Saison“ und attestierte ein „starkes Spiel“. Begonnen hatte es allerdings nicht so gut. Trotz Ballbesitz von über 60 Prozent in der ersten Halbzeit sei Schalke nicht viel eingefallen, während man den 1. FC Heidenheim zu gleich drei großen Chancen kommen ließ. Die Schalker Führung hätte sich demnach auch „nicht angedeutet“. Da aber direkt nach der Pause ein „Wow-Tor“ durch Ko Itakura fiel, der zwei Gegner im Strafraum austanzte, kippte die Partie nun vollends. Als dann ein Heidenheimer Treffer nach VAR keine Anerkennung fand, sei der Widerstand der Gäste schließlich gebrochen. Nach der starken zweiten Halbzeit sei der Sieg für den FC Schalke 04 dann aber auch verdient gewesen.

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3 Tore machen S04 zum Spitzenreiter

Auch der Kicker spricht von einem „Traumtor“, das Ko Itakura erzielt habe. In der ersten Halbzeit habe Schalke 04 sich gegen „wehrhafte Heidenheimer“ aber schwer getan. Die Führung zur Pause sei „schmeichelhaft“ gewesen. In der zweiten Halbzeit, in der Heidenheim weiter Chancen hatte, habe Schalke die größere Effizienz gezeigt.

Dennoch warnt der Kicker vor den Schwachpunkten, die die Königsblauen immer noch aufwiesen. Vor allem die Leistung in der ersten Halbzeit gebe zu denken. „Positiv ausgedrückt: Die Schalker spielten in den ersten 45 Minuten sehr geduldig. Kritisch betrachtet kann man aber auch konstatieren, dass ihnen erschreckend wenig einfiel. Es gab viel zu wenig Anspielstationen, kaum Ideen, die Dominanz der Königsblauen in Sachen Ballbesitz fußte hauptsächlich auf Ballgeschiebe.“

Die SZ schreibt von einer „Menge Spielglück“, welches zum Endstand von 3:0 geführt habe. Heidenheim sei klar unter Wert geschlagen worden. Unverdient sei der Schalker Erfolg dennoch nicht gewesen, da das Team in der zweiten Halbzeit „klar zugelegt“ habe. Deshalb dürfe man unterm Strich auch zufrieden sein: „Sie hielten stand, als es in der ersten Halbzeit immer wieder eng wurde vor Martin Fraisls Tor, und sie griffen zu, als die Spielkontrolle vakant wurde.“ Zudem habe der vierte Sieg im vierten Spiel unter Mike Büskens „erstmals nicht ausgesehen wie ein Arbeitssieg“. Dessen taktische Umstellungen hätten funktioniert, wodurch die Möglichkeit des Aufstiegs „nicht mehr unrealistisch“ sei.