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Bald auch noch Stürmer? – ManCity-Leihgabe Ko Itakura begeistert ganz Schalke

Kou Itakura
Foto: Getty Images

Sein Job ist es, Angriffe der gegnerischen Mannschaft zu unterbinden. Den Mittelstürmer an die Kette zu legen. Zweikämpfe zu gewinnen und den Ball zielsicher zu den eigenen Offensivleuten zu passen. Alles, was einen guten Abwehrspieler ausmacht, zeichnet Ko Itakura aus. Doch der 25 Jahre alte Innenverteidiger weiß auch, wie man Tore erzielt.

Vier Treffer stehen mittlerweile in seiner Saisonbilanz, der letzte am vergangenen Samstag beim 3:0 gegen den 1. FC Heidenheim. Ein Tor, das die Schalker Anhänger förmlich von den Sitzschalen riss. Itakura hatte sich in der 56. Spielminute in den gegnerischen Strafraum vorgewagt. Einen Pass von Dominick Drexler (31) nahm er elegant an, ließ zwei Heidenheimer ins Leere laufen und drosch das Leder eiskalt zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Netz. Fast hätte er sogar einen zweiten Treffer nachgelegt, doch FCH-Keeper Müller bekam gerade noch seine Finger an den Gewaltschuss des Japaners.

„Vielleicht werde ich im nächsten Spiel ja als Stürmer aufgeboten“, schmunzelt Itakura. Macht er demnächst etwa seinen Mannschaftskollegen Simon Terodde (34, 22 Tore) und Marius Bülter (29, 7 Tore) Konkurrenz? Das verneint die Leihgabe des Premier-League-Klubs Manchester City auf der vereinseigenen Website: „Spaß beiseite. Wir haben vorne super Jungs, die genau wissen, wo das Tor steht. Simon und Bülti müssen sich keine Sorgen machen.“ Er spiele dort, wo ihn S04-Coach Mike Büskens (54) aufstelle: „Abwehr oder Mittelfeld – beides ist kein Problem.“

Mit Japan zur WM

Itakura, der mit Japan bei der WM in Katar auf Deutschland trifft, weiß, dass die Tabellenführung nur „eine schöne Momentaufnahme“ ist, „mehr nicht“. Es wartet noch eine Menge Arbeit auf Königsblau: „Wir haben erst den 29. Spieltag. Das dürfen wir nicht vergessen. Wir müssen weiterhin von Spiel zu Spiel unsere Aufgaben erledigen.“ Dass es nicht einfach wird, weiß der 25-Jährige. Schon das 3:0 gegen Heidenheim bezeichnet er als richtigen „Fight“. Doch damit habe man gerechnet, erzählt Itakura. „Heidenheim hat zuletzt gegen Bremen gewonnen, gegen Nürnberg auch. Das ist eine gute Mannschaft, das haben wir auch im Hinspiel spüren müssen.“

Der Japaner schätzt die Unterstützung durch den Schalker Anhang: „Sie haben uns getragen. Ich bekomme immer wieder eine Gänsehaut, wenn wir nach einem Spiel vor der Kurve stehen und feiern. Das ist einfach überragend.“