Transfers

Schalkes Torwartsuche: Ex-Knappe Lars Unnerstall wohl kein Kandidat

Michael Langer und Ralf Fährmann
Foto: imago images

Unabhängig davon, ob der FC Schalke 04 eventuell doch in der 2. Bundesliga verbleiben muss, wird man wohl mit dem derzeitigen Stammtorhüter Martin Fraisl nicht verlängern. Sein Vertrag endet nach dieser Saison. Zwar hat man Ralf Fährmann als Ersatz parat, dennoch schaut sich der Club nach einem Fraisl-Nachfolger von außen um. Ex-Schalker Lars Unnerstall ist aber wohl kein Kandidat.

Der 1,98m-Hüne spielte ein Jahr in der Jugend beim FC Schalke, dann von 2009 bis 2014 für die II. Mannschaft und kam auch auf 34 Einsätze bei den Profis. Dennoch trennten sich damals die Wege, die Lars Unnerstall inzwischen seit 2017 in die Niederlande verschlagen haben. Nach Stationen bei VVV Venlo und PSV Eindhoven steht er momentan beim FC Twente Enschede im Tor und macht dort dem Vernehmen nach sein Sache recht ordentlich. Offenbar aber nicht ausreichend gut, um für den FC Schalke 04 für die kommende Saison interessant zu sein. So schätzt er selbst jedenfalls im Gespräch mit Reviersport die Lage ein, denn Kontakt oder gar Gespräche habe es bislang nicht gegeben. Dabei lebt der gebürtige Ibbenbürer sogar wieder in Deutschland.

Embed from Getty Images

Unnerstall: „Muss Schalke nichts mehr beweisen“

Außerdem fühle er selbst sich pudelwohl bei Enschede, mit dem er vielleicht sogar in der nächsten Saison international spielen kann. Da ist ihm diese Option wohl lieber, als vielleicht in die 2. Bundesliga zu wechseln. Zumal er niemandem mehr etwas beweisen wolle, nur weil er sich letztlich beim FC Schalke nicht durchgesetzt hatte.

Heißt aber auch: Rouven Schröder benötigt einen anderen Nachfolger für Martin Fraisl. Der Österreicher hat zwar zuletzt wieder stabile Leistungen gezeigt. Völlig überzeugt sind die Verantwortlichen aber nun einmal nicht von ihm. Insofern bleibt es spannend in dieser Personalfrage. Nicht zuletzt, da Ralf Fährmann sich nach der Rückkehr des vorigen Torwarttrainers Simon Henzlers sich wieder Chancen ausrechnet, selbst die Nr. 1 zu werden. Ziemlich wahrscheinlich wird Fährmann dabei aber einen neuen Konkurrenten erhalten – nur eben nicht den Ex-Schalker Lars Unnerstall.