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Medienbericht: Marcin Kaminski feiert Comeback für Polen

Marcin Kaminski
Foto: imago images

Entlassung von Trainer Dimitrios Grammozis (43), Trennung von Hauptsponsor „Gazprom“, 3:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger Hansa Rostock. Auf Schalke herrschen turbulente Zeiten. Doch ein Profi der Königsblauen hat einen Grund zur Freude. Marcin Kaminski (30) kehrt in den Kreis der polnischen Nationalmannschaft zurück.

Das letzte seiner sieben Länderspiele bestritt der Innenverteidiger im November 2018 bei der 0:1-Niederlage der Biało-Czerwoni gegen Tschechien. Seitdem wartet der 30-Jährige auf eine erneute Nominierung. Nun ist es endlich so weit. Der neue Nationaltrainer Czeslaw Michniewicz hat Kaminski in das Aufgebot für das Play-off-Spiel zur WM in Katar berufen. Am 29. März trifft die polnische Auswahl in Chorzów auf den Sieger der Partie Schweden gegen Tschechien.

Michniewicz hatte den Schalker beim 2:0-Erfolg gegen den SC Paderborn persönlich unter die Lupe genommen. Dabei überzeugte ihn der Abwehrspieler mit seiner Leistung, sodass er sich nun im Kreise der „Weiß-Roten“ präsentieren darf. In der Saison 2021/22 zählt Kaminski zu den Leistungsträgern bei S04. Er versäumte lediglich zwei Zweitligabegegnungen aufgrund einer Corona-Erkrankung. In allen übrigen Partien stand er über die gesamte Spielzeit auf dem Platz. Dabei erzielte er zwei Treffer und bereitete einen weiteren vor.

Tomasz Hajto überzeugt von den Qualitäten Kaminskis

Erste Wahl in der polnischen Innenverteidigung sind gewöhnlich Kamil Glik (34, Benevento Calcio) und Jan Bednarek (25, FC Southampton). Dahinter besitzen verschiedene Defensivkräfte Chancen auf einen Platz im Kader. Neben Michal Helik (26, FC Barnsley) ist dies auch Kaminski. Der Ex-Schalker Tomasz Hajto (49) ist von den Qualitäten seines Landsmannes und Nachfolgers bei den Knappen überzeugt. Gegenüber „Reviersport“ schätzte er ihn als „soliden Spieler“ mit einem „guten linken Fuß“ ein. Dies sei ein Vorteil für Kaminski, erklärte Hajto, denn „einen Innenverteidiger, der Linksfuß ist, haben wir nicht“.

Der 49-Jährige, derzeit für den polnischen Privatsender „Telewizja Polsat“ als TV-Experte für die Champions League und die Europa League tätig, geht davon aus, dass eine Nominierung Kaminskis auch Schalke guttun würde. „Ich weiß, dass man als Nationalspieler noch eine extra Motivation für die Leistungen im Klub bekommt“, teilte Hajto, der selbst 62-mal für sein Land auflief, mit. Nun hat Kaminski die Gelegenheit, dies zu beweisen.