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Ende einer Leidenszeit – Salif Sané über Verletzungen und seine „Mission“

Salif Sane
Foto: imago images

Knieverletzungen, Muskelfaserriss, Probleme mit der Oberschenkelmuskulatur. Seit Salif Sané im Juli 2018 von Hannover 96 zu Schalke 04 gewechselt ist, hat sich seine Krankenakte gefüllt. Trotz aller Rückschläge hat der 31-Jährige nie aufgesteckt. In einem Interview mit „t-online“ äußert sich Sané über seine lange Leidenszeit und seinen Ehrgeiz, mit den Königsblauen in die Bundesliga zurückzukehren.

In dieser Saison stand der im französischen Lormont geborene Senegalese in der 2. Bundesliga sechsmal auf dem Platz. Beim 5:0-Sieg bei Erzgebirge Aue sogar über 90 Minuten. Ein großer persönlicher Erfolg für Sané, der monatelang seinen Mannschaftskameraden zuschauen musste. „Bei meiner ersten Minute auf dem Feld habe ich mich gefühlt wie ein kleines Kind“, gibt er freimütig zu. Mit den Kollegen wieder gemeinsam auf dem grünen Rasen zu stehen, sei wie eine „Befreiung“ für ihn gewesen.

Während seiner Verletzungspausen haben ihn Familie und Freunde regelmäßig aufgemuntert. Der 31-Jährige ist ihnen dafür jetzt noch dankbar: „Die waren und sind in schwierigen Situationen immer für mich da.“ Wollte er sich doch einmal vom Fußball ablenken, habe er „gerne PlayStation oder Klavier“ gespielt. Doch jetzt fühlt sich Sané wieder fit. Dafür habe er „in den vergangenen Monaten mit einem Athletiktrainer viel im Bereich Krafttraining gearbeitet“.

„Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich alles“

Im Dezember 2010 feierte er bei Girondins Bordeaux sein Debüt im Profifußball. Anschließend führte Sanés Weg über die AS Nancy-Lorraine und Hannover nach Schalke. Bei der Fußball-WM 2018 in Russland absolvierte er alle drei Gruppenspiele für den Senegal.

Doch es gab auch Phasen, in denen es für ihn nicht so gut lief. Bei Hannover 96 fuhr er ohne Genehmigung in den Sommerurlaub und wurde dafür in die Reserve strafversetzt. „Auch zu der Zeit in der zweiten Mannschaft habe ich gute Erfahrungen gesammelt. Für mich ist es egal, ob Bundesliga oder Regionalliga. Wenn ich auf dem Platz stehe, gebe ich alles“, bekennt der 31-Jährige.

Für ihn ist der direkte Wiederaufstieg mit Königsblau eine „Mission“. „Wir wollen in die Bundesliga“, gibt Sané die Zielrichtung vor. Dazu gehört nicht nur ein Sieg am kommenden Freitag gegen den SC Paderborn, denn für die Rückkehr ins Oberhaus „müssen wir in jedem Spiel drei Punkte holen“.