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Darum verzichtete Grammozis in Düsseldorf auf Salif Sané

Salif Sane
Foto: imago images

Für eine Überraschung sorgte Dimitrios Grammozis vor dem Spiel bei Fortuna Düsseldorf (1:2). Der 43 Jahre alte  Schalke-Trainer verzichtete zunächst auf Salif Sané (31). In den drei vorherigen Partien gegen Kiel (1:1), in Aue (5:0) und gegen Regensburg (2:1) stand der hoch aufgeschossene Innenverteidiger noch in der Anfangsformation. Doch in Düsseldorf wechselte Grammozis ihn erst kurz vor Schluss ein.

Für Sané rückte Malick Thiaw wieder in die Abwehr. Der 21-Jährige hatte bis zu der Begegnung gegen Regensburg nahezu alle Matches über die kompletten 90 Minuten absolviert. Nur gegen die Oberpfälzer saß Thiaw plötzlich auf der Bank. Als Grund nannte Grammozis, dass er mit Marcin Kaminski (30) einen Linksfuß aufstellen wollte. Thiaw kam erst nach 63 Minuten, erzielte jedoch zehn Minuten später den 2:1-Siegtreffer.

Nun befand sich der gebürtige Düsseldorfer in seiner Heimatstadt wieder in der Startaufstellung von S04. Leidtragender war Sané, der dadurch auf der harten Ersatzbank Platz nehmen musste. Nach der 1:2-Niederlage begründete Grammozis seine Entscheidung: „Salif hatte in relativ kurzer Zeit viele Spiele gemacht, teilweise auch über 90 Minuten. Nach seiner langen Verletzungspause kann er diese Intensität nicht Woche für Woche abliefern.“

Bei der Fortuna wechselte der Schalke-Coach den 1,96 Meter großen Senegalesen erst in der 86. Minute ein. Wie schon beim 1:1 in Hamburg rückte Sané ins Sturmzentrum, um noch für den 2:2-Ausgleich zu sorgen. Bereits eine Minute später trat er in Aktion, doch sein Drehschuss nach einem Eckball verfehlte deutlich das Düsseldorfer Tor.

Lange Verletzungspausen bei Sané

Der 31-Jährige hatte den Knappen lange aufgrund von Knieproblemen und einer Oberschenkelverletzung gefehlt. Allein in der Saison 2021/22 verpasste er deshalb 18 Pflichtspiele. Grammozis setzt im Aufstiegskampf auf die Erfahrung Sanés, der für Schalke und Hannover 96 159-mal in der Bundesliga auflief. „Auf Sicht weiterhelfen“ werde der Senegalese dem Revierklub, erklärte der Trainer der Königsblauen. Seine Personalentscheidung habe er sich daher gut überlegt.

Neben seiner Kopfball- und Zweikampfstärke profitiert S04 von der Passsicherheit und dem Tempo Sanés. Eigenschaften, die im Aufstiegsrennen noch enorm wichtig sein werden.