2. Bundesliga

Presseschau zum Kiel-Remis: „Dominantes Schalke nutzt Chancen nicht“

Simon Terodde
Foto: imago images

Nur 1:1 spielte Schalke 04 im Heimspiel gegen Holstein Kiel. Das „Traumtor“ von Simon Terodde, wie der Kicker es nennt, war zu wenig, um drei Punkte einzufahren. Die Presse sieht klar überlegene Schalker bis zur Kieler Führung. Nach Teroddes Ausgleich lassen beide Teams ihre Chancen zum Siegtor liegen.

Die Chance, auf Platz 3 zu springen, hätte man dem Team in einer „Mischung aus Aufregung und Tatendrang“ angemerkt, analysiert der Kicker. Nach starker Dominanz zu Beginn hätte S04 eigentlich die Führung verdient gehabt. Später berappelte sich Holstein Kiel, ohne in Halbzeit 1 noch Torgefahr zu erzeugen. Da Schalke seine vielen Chancen nicht nutzte, ging es torlos in die Kabinen. Auch im zweiten Durchgang sei Schalke die „etwas bessere Mannschaft“ gewesen. Die Führung aber erzielten dann relativ unvermittelt die Kieler. Doch nur sechs Minuten nach dem Rückstand erzielte Terodde mit dem erwähnten „Traumtor“ den Ausgleich. Danach hätten beide Teams noch Chancen für den Sieg gehabt. Doch es blieb beim Remis, wodurch der FC Schalke 04 auf Rang 6 abrutscht.

Auch die Süddeutsche Zeitung sah lange Zeit dominante Schalker und zählt deren Vielzahl an vergebenen Chancen auf. „Auch nach dem Seitenwechsel war die Mannschaft von Grammozis das überlegene Team“, weitere Torchancen seien aber erst nach dem Ausgleich wieder zu verzeichnen gewesen.

Embed from Getty Images

Traumtor Terodde – und auch Traumtor Mühling?

Die WAZ schreibt von einem Schalker „Fehlstart“ nach der Winterpause, bei dem Terodde wenigstens einen Punkt gerettet hätte. Dabei hatten Holstein Kiel acht Spieler, darunter alle vier ehemaligen Schalker, verletzt bzw. erkrankt gefehlt. Auffälligster Spieler der Königsblauen sei in Halbzeit 1 Rodrigo Zalazar gewesen. In der zweiten Halbzeit aber sei Holstein Kiel die spritzigere Mannschaft gewesen, die auch mehr Zweikämpfe gewann. Schalke sei zwar optisch überlegen gewesen, habe aber in der Nähe des Strafraums jegliche Präzision vermissen lassen. In der recht offenen Schlussphase nach dem Ausgleich sah die WAZ wiederum Kiel als das Team, das den „besseren Eindruck“ hinterließ.

Das Schwesterblatt „Reviersport“ befindet lapidar, dass das 1:1 schlicht „zu wenig“ für Schalke sei. Vor 750 Zuschauern, die zur Halbzeitpause noch wohlwollend applaudierten, konnte man die gegebene Chance durch die Punktverluste der Konkurrenz nicht nutzen. Ein Traumtor sah übrigens auch Reviersport in diesem Spiel, meint damit aber die Führung der Kieler durch Alexander Mühling.

Nächster Gegner des FC Schalke 04 ist am Samstag der FC Erzgebirge Aue, bei dem man das Topspiel des Spieltags (20.30 Uhr) bestreiten wird.