2. Bundesliga

Muss Grammozis bald sein Wort brechen? Dieser Spieler macht Sorgen

Danny Latza
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Immerhin wurde die Niederlagen-Serie am Samstag mit dem 1:1 bei Werder Bremen beendet, auch wenn der Ärger über den völlig unberechtigten Strafstoß groß war. Ein anderer Aspekt ging in diesem mächtigen Trubel, welcher sogar den DFB zu einer Stellungnahme veranlasste, derweil unter. Nämlich jener, dass der eigentlich als absoluter Führungsspieler geholte Danny Latz aktuell nicht überzeugt – und vielleicht in Zukunft seinen Platz in der Schalker Elf verliert.

Das zumindest schätzt die WAZ so ein, die allerdings auch auf die Problematik hinweist, sollte Latza in den nächsten Wochen nicht oder nur noch kurz eingesetzt werden. Denn Trainer Dimitrios Grammozis hatte sich eigentlich schon längst festgelegt und dies wie folgt begründet: „Er ist unser Kapitän, auf dem Platz eine wichtige Persönlichkeit. Wenn er für 60 bis 70 Minuten fit ist, dann spielt er bei mir.“ Doch Latza überzeugte nicht nur allgemein kritische Fans zuletzt wenig, sondern auch ausgewiesenermaßen neutrale Experten aus den diversen Medien.

Rodrigo Zalazar, der für den nach seiner Verletzung ins Team zurückgekehrten Latza weichen musste, solle schon „mit den Hufen scharren“. Und das wohl völlig zu Recht, waren seine Auftritte doch meist überzeugend, als Latza noch im Lazarett weilte.

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Alternative Zalazar meist mit den besseren Auftritten

Sollte Latza sich tatsächlich nicht in aller Kürze steigern, stünde Grammozis vor dem Dilemma, einerseits reagieren zu müssen. Andererseits widerspräche er damit aber seinen eigenen Äußerungen, dass Latza eben auch dann gesetzt sei, wenn es bei ihm nur für einen Teil der 90 Minuten reicht. Seit seiner Rückkehr ins Schalke-Dress hat Latza aber nicht überzeugen können, somit schon mehrere Anläufe zur Verfügung gehabt. Auch im Spiel bei Werder Bremen war Latza alles andere als eine Verstärkung für die übrigen 10 Schalker auf dem Feld.

Irgendwann wird Grammozis also reagieren müssen, sollte sich Latza nicht quasi ab sofort steigern. Denn einen solchen Schwachpunkt kann man sich nicht erlauben, will man bis zum Ende der Saison um den Aufstieg mitspielen. Und noch in diesem Jahr stehen die schwierigen Gegner FC St. Pauli, Hamburger SV und 1. FC Nürnberg auf dem Programm. Beste Lösung wäre, wenn sich Latza schon im nächsten Spiel gegen den SV Sandhausen so präsentiert, wie man sich ihn bei seiner Verpflichtung gewünscht hat. Ansonsten muss Grammozis tatsächlich sein „Wort brechen“.