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Schröder: Wintertransfer trotz entgangener Pokalgelder möglich

Rouven Schröder
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Mit 0:1 war Schalke 04 bei 1860 München in der letzten Woche aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Damit entgehen dem Club nicht nur die rund 500.000 Euro für die nächste Runde, sondern auch die Option auf weitere Einnahmen in den folgenden Runden. Wird es nun also nix mit Verstärkungen, die sich die Fans vor allem für die Offensive wünschen?

Sportdiretor Rouven Schröder kann all jene beruhigen, die diese Befürchtung hegen. Man habe „im Gesamt-Budget so gewirtschaftet, dass noch etwas möglich ist“, zitiert der Soester Anzeiger Schröder zu diesem Thema.

Viele Fans, aber auch so mancher Experte hatte bemängelt, dass die Schalker als derzeit Tabellendritter mit einem beinahe komplett neuen Kader zwar zufrieden sein könnten. In der Offensive sei man aber zu leicht ausrechenbar, da sich im Prinzip alles auf Simon Terodde ausrichtet. Dieser hat zwar mit bislang elf Treffern genau das geliefert, was man sich von dem gebürtigen Bocholter erhofft hatte. Wird er aber vom Gegner wie zuletzt gesehen erfolgreich aus dem Spiel genommen, bleibt im Schalker Kader nur wenig andere Qualität über, die für Tore sorgen könnte. Aktuell ist Terodde schon seit vier Pflichtspielen ohne eigenen Treffer. Prompt verlor Schalke ein Ligaspiel und schied aus dem Pokal aus.

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Schalke fehlt vorne öfter der Durchblick

Es gibt aber die Hoffnung darauf, dass ein Wintertransfer in dieser Hinsicht Abhilfe schaffen könnte. Allerdings sei wohl eher nur ein Leihgeschäft machbar. Das Geld aus dem Pokal hätte den Handlungsspielraum erweitetert. Nun ist dieser zwar eingeschränkter als mit diesem Geld, aber keineswegs überhaupt nicht vorhanden, kann Schröder alle Schalker beruhigen.

Puren Aktionismus werde man von ihm aber nicht erleben, fügte Schröder gestern in einer Medienrunde hinzu. Ein solcher Neuzugang müsse „Hand und Fuß haben“, meint Schröder allerdings als Metapher. Ein solcher Neuzugang müsse sowohl vom Gehaltsgefüge als auch vom Typ her in die Mannschaft passen. Und dass man einen solchen Spieler finden werde, der dann auch noch selbst zu einem Wechsel nach Gelsenkirchen bereit sein müsse, kann auch Schröder nicht garantieren. Allerdings klingt dies alles eben nicht so, als seien ihm in Sachen Verstärkung die Hände gebunden.