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Drittes Spiel in sechs Tagen: Wie verkraftet Schalke das Pokal-Aus?

Dimitrios Grammozis
Foto: Getty Images

Stressige Woche für die Schalker Mannschaft: Heute Abend (18:30, live auf Sky) gastieren die Königsblauen beim 1.FC Heidenheim. Es ist die dritte Partie innerhalb von sechs Tagen für die Blau-Weißen. Bereits am Samstag- und Dienstagabend haben sie gespielt. Während es beim 3:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden vor knapp 55.000 Zuschauern Grund zum Feiern gab, erlitt Schalke am Dienstag im DFB-Pokal einen Rückschlag. In der zweiten Runde unterlag man verdient mit 0:1 beim TSV 1860 München.

Es war ein Dämpfer für die derzeit so formstarken „Knappen“: Nach zuletzt vier Zu-Null-Siegen in der Liga wollte man die Serie im Pokal eigentlich weiter ausbauen. Der Plan ging allerdings nach hinten los: Das eingespielte Team wurde ein wenig durchrotiert, Leistungsträger wie Fraisl, Terodde und Ouwejan bekamen eine Pause. Für sie begannen Fährmann, Pieringer und Churlinov. Letzterer wurde wegen seines Patzers vor dem frühen 0:1-Rückstand und einer generell sehr fehlerbehafteten Anfangsphase bereits nach 22 Minuten wieder durch den Niederländer Ouwejan ersetzt. Aus dem Pokal geflogen ist Schalke trotzdem. Auch, weil es durch die rote Karte von Malick Thiaw kurz nach Wiederanpfiff noch schwieriger für Schalke wurde.

Formschwach trifft auf Formstark

Nun steht aber wieder der normale Ligaalltag an. Es geht zum Tabellenelften Heidenheim, der im Gegensatz zu Schalke unter der Woche nicht gespielt hat. Die Mannschaft aus Baden-Württemberg ist in der ersten Pokal-Runde mit 2:3 nach Verlängerung bei Hansa Rostock gescheitert.
Aber auch die aktuelle Form spricht nicht gerade für die Heidenheimer. Während man am 8.Spieltag noch auf Relegationsplatz drei stand, befindet sich Heidenheim nun nach drei Niederlagen in Folge im grauen Tabellenmittelfeld. Zuletzt gab es eine 0:4-Klatsche gegen die weiterhin ungeschlagenen Nürnberger.
Es trifft mit Heidenheim also eine formschwache Mannschaft auf eine Mannschaft, die die letzten vier Ligaspiele für sich entscheiden konnte. Trotzdem freut sich FCH-Trainer Frank Schmidt auf die Begegnung.
„Ein Punktspiel gegen Schalke wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen. Deswegen ist das Spiel etwas Besonderes, vor allem freitagabends unter Flutlicht“, sagt der 47-Jährige, der schon seit 14 Jahren Heidenheim-Trainer ist.

Zurück zur Stammformation

Für Schalke geht es darum zu zeigen, dass sie sich schnell von dem bitteren Pokal-Aus erholen und ihre starke Form in der Liga halten können. Dafür wird Grammozis aller Voraussicht nach wieder auf seine Stammformation setzen. Das bedeutet, dass Fraisl zurück ins Tor geht und die beiden Erfolgsgaranten Ouwejan und Terodde wieder starten werden. Möglich, dass auch Memo Aydin wieder zurück in die Mannschaft kehrt. Er hat die ganze Woche normal mit trainieren können und bietet rechts hinten somit wieder eine Alternative zum Österreicher Ranftl, der während Aydins Verletzung nicht wirklich positiv auf sich aufmerksam machen konnte.

Auch möglich, dass Danny Latza sein Startelf-Comeback feiert. Der Kapitän, der sich am ersten Spieltag gegen den HSV verletzt hatte, kam bereits gegen Dresden und in München zu jeweils knapp 30 Minuten Einsatzzeit. Außerdem fällt Dominick Drexler laut der „WAZ“ weiterhin mit einer Fleischwunde aus, wodurch der Mittelfeldplatz neben Rodrigo Zalazar frei wird. Der junge Yaroslav Mikhailov konnte dort nicht ernsthaft überzeugen.

Knackt Terodde endlich den Schatzschneider-Rekord?

Neben den drei Punkten haben die Schalke-Anhänger auch eine andere Sache im Kopf: Den möglichen Torrekord von Simon Terodde. Seitdem der Topscorer der diesjährigen Zweitligasaison mit dem Noch-Rekordhalter Dieter Schatzschneider gleichgezogen hat, hat Terodde nicht mehr geknipst. Seit drei Pflichtspielen wartet er auf einen Treffer, generell war er nur an einem der letzten sieben Schalker Tore beteiligt.

Aus Sicht der meisten Fußballfans ist es trotzdem nur eine Frage der Zeit, bis er als einiger Rekordhalter an der Spitze steht. Die Möglichkeit dazu besteht abheute Abend ab 18:30 Uhr.
Das Wichtigste sind allerdings die drei Punkte, die Schalke dringend braucht, um das Pokal-Aus so schnell wie möglich vergessen zu lassen. Und, um sich weiterhin in der Ligsaspitze festzusetzen.