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Favorit für den vakanten Vorstandsposten gefunden?

Axel Hefer
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Der große Personalaustausch beim FC Schalke 04 betrifft nicht allein den Kader der kickenden Profis. Auch im Vorstand ist niemand mehr da, der vor Jahresfrist noch die Geschicke der Königsblauen leitete. Peter Peters, Jochen Schneider und Alexander Jobst sind Geschichte auf Schalke. Jobsts Posten ist noch unbesetzt, jetzt schält sich offenbar ein Favorit für die Nachfolge heraus.

Obwohl der neue Aufsichtsratsvorsitzende, Axel Hefer, sich dafür sechs bis zwölf Monate Zeit gegeben hat, kommt offenbar jetzt schon Bewegung in diese Angelegenheit. Wie Ruhr24 in Erfahrung brachte, gibt es einen alten Bekannten von Hefer, den er für die Nachfolge von Jobst im Auge hat. Es ist Wilken Engelbracht, der von 2014 bis 2018 Finanzvorstand beim VfL Bochum war. In dieser Zeit erfolgte auch die Ausgliederung der Profi-Abteilung, woran Engelbracht keinen kleinen Anteil hatte. Letztlich stimmten über 80 Prozent der Mitglieder für die Ausgliederung – ein bekanntlich stets heikles Thema bei den Fans von Proficlubs und erst recht beim FC Schalke 04, der immer noch ein klassischer eingetragener Verein ist.

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Früherer Finanzchef des VfL Bochum im Gespräch

Hefer und Engelbracht kamen in Kontakt miteinander, als sie über einen Einstieg von trivago beim VfL Bochum verhandelten. Hefer ist CEO von trivago. Bekanntlich kam es tatsächlich zu einer Einigung, von 2017 bis 2018 liefen die Spieler des VfL Bochum mit Werbung für trivago auf der Brust auf. Offenbar hat Engelbracht bei diesen Verhandlungen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Obwohl er mit seinem Einstieg als Finanzvorstand 2014 überhaupt zum ersten Mal etwas mit dem Profifußball zu tun hatte, sieht Hefer ihn als geeigneten Mann für die vakante Position im Schalker Vorstand. Desssen Aufgabenbereich soll etwas weiter gefasst werden als es zu Jobsts Zeiten der Fall war. Jobst war hauptsächlich mit Marketing beschäftigt. Der neue Mann soll sich auch um den Bereich „Strategie“ kümmern. Diesen habe man in den letzten Jahren beim FC Schalke 04 etwas vernachlässigt, was in Zuiunft nicht mehr der Fall sein soll. Ob Engelbracht nun tatsächlich der Nachfolger von Jobst wird, ist zwar noch offen. Ein heißer Kinadidat ist er aber in jedem Fall.