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Tönnies schließt Rückkehr aus und kritisiert S04-Entscheidungen

Clemens Tönnies
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In einem Special auf dem Pay-TV-Sender Sky äußerte sich Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies ausführlich zu seinem künftigen Umgang mit seinem „Ex-Club“ und auch zu den dort getroffenen Entscheidungen. Eine Rückkehr zu S04 schließt Clemens Tönnies dabei aus – allerdings mit der Einschränkung „in der heutigen Struktur“ des Vereins.

Wie die WAZ aus dieser 30-minütigen Sendung namens „Mein Leben“ berichtet, sprach Tönnies von der großen Emotionalität, die den Verein Schalke 04 und dessen Umfeld auszeichne. Gar eine „Woge der Emotionalität“ nannte Tönnies den Club aus Gelsenkirchen, für den er 26 Jahre lang tätig war und dabei gemeinhin als der „Boss von Schalke“ wahrgenommen wurde, obwohl er nur der Vorsitzende des Aufsichtsrats war.

Zurückkehren werde er dorthin aber trotz all der Verbindung, die er immer noch spüre, nicht mehr. Seine beste Zeit liege hinter ihm, nun sollten jüngere und agilere Personen die Richtung vorgeben und den Club leiten. Zumindest in der „heutigen Struktur“ sei eine Rückkehr für ihn nicht vorstellbar, merkte Tönnies dazu an. Aktuell ist der FC Schalke immer noch ein eingetragener Verein, ein Verkauf von Anteilen von der Mehrheit der Fans nicht gewünscht und als e. V. auch gar nicht möglich.

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Nach 26 Jahren endgültig Schluss für Tönnies

Dass er sich dann auch zu den zuletzt gefällten Entscheidungen äußert, die letztlich im ersten Abstieg des FC Schalke 04 seit 30 Jahren mündeten, war dann wohl unausweichlich. Noch in der vergangenen Winterpause hatte Clemens Tönnies angeboten, die Finanzierung neuer Spieler zu übernehmen, die den damals noch möglichen Klassenerhalt sichern sollten.

Der Verein lehnte bekanntlich ab, was die verbliebenen Anhänger von Tönnies im Umfeld des Vereins auf die Palme brachte. Die Mehrheit der Fans trug diese Entscheidung aber mit, welche letztlich eine „Emanzipation“ von Tönnies bedeutete, wie er selbst es formuliert. Tönnies meint, dass dem Club diese Emanzipation offenbar wichtiger gewesen sei als der Klassenerhalt. Er selbst hätte anders entschieden, wie er wenig überraschend zu dieser Causa verkündet.

Aktuell vermisst Tönnies seinen Job auf Schalke nicht, wie er zum Schluss bekennt: „Ich habe mich ziemlich abgenabelt.“ Nicht ohne die große Bühne eines 30-minütigen Gesprächs bei Sky dazu zu nutzen, versteht sich.