DFB-Pokal

Presseschau zum 4:1 in Villingen: „Auf Schalke kann etwas zusammenwachsen“

Marius Bülter
Foto: imago images

Im Prinzip war das 4:1 nur eine standesgemäße Pflichterfüllung, die man trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs souverän erledigte. Dennoch sehen Teile der Presse Anlass zu mehr als nur verhaltener Freude. Zudem zeigen sich die Schalker Spieler froh über die Rückkehr der eigenen Fans in die Stadien nun auch auswärts.

Ganz so einfach war es dann doch nicht. Denn Schalke 04 ging lediglich mit einem 1:1 beim FC 08 Villingen in die Pause. Zunächst hatte Bülter in der 17. Minute die Führung für die Gäste erzielt. Doch statt nachzulegen und früh alles klarzumachen, kassierte man in der 31. Minute durch Plavci den Ausgleich. Da man offensiv kaum noch stattfand, war dieses 1:1 zur Pause sogar beinahe leistungsgerecht, zumal die Amateure mit viel Verve in die Zweikämpfe gingen.

So fand auch der Kicker, dass dieses Remis zur Pause verdient, „wenn man die gesamten ersten 45 Minuten überblickte“. Dann aber trafen Debütant Zalazar bereits in der 49. Minute und erneut Bülter in der 51. per Doppelschlag und stellte die Weichen rasch auf Sieg. Den Schlusspunkt setzte der erst 18-jährige Mikhailov mit seinem Solo zum 4:1-Endstand in der 79. Minute. Hernach dauerten die Feierlichkeiten von Fans und Spielern etwas länger als früher üblich, schließlich war es das erste Mal nach langer Pause, dass dies möglich war.

Embed from Getty Images

Grammozis und Fährmann loben die Kulisse

Auf Schalke könne „wieder etwas zusammenwachsen“, kommentiert die WAZ das Auftreten der Knappen schließlich und findet, dass der eigentlich selbstverständliche Sieg in Villingen auch die Mannschaft an sich weitergebracht habe.

Derweil freute sich Ralf Fährmann darüber, „die Emotionen zu spüren und bei Toren die Biere fliegen zu sehen“ und spielte damit darauf an, dass auch Schalke-Fans in Villingen zugelassen waren. Damit waren zum ersten Mal seit dem 20. Februar 2020 bei einem Auswärtsspiel des FC Schalke 04 wieder Gästefans erlaubt. Auch Trainer Grammozis war von diesem Umstand angetan: „Die Kulisse im Stadion hat mir sehr gut gefallen. Das hat Spaß gemacht.“

Einen Blick auf die wiederum glücklosen Gastgeber wirft die Süddeutsche Zeitung, die darauf aufmerksam macht, dass der FC 08 Villingen nun bei seiner zehnten Teilnahme am DFB-Pokal schon zum zehnten Mal in der ersten Runde gescheitert ist. Allerdings war man dort trotzdem stolz auf den Auftritt gegen den Zweitligisten Schalke 04 samt eigenem Treffer – und will im nächsten Jahr möglichst einen elften Versuch starten.