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Schalke-Anleihe floppt, so reagiert Rühl-Hamers

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Die neu aufgelegte Anleihe des FC Schalke 04 ist bei den avisierten Investoren gefloppt. Nur ein Teil der erwünschten 15,9 Millionen Euro konnte erlöst werden, nämlich etwa knapp die Hälfte. Das ist insofern problematisch, als mit diesem Geld eine alte Anleihe abgelöst werden sollte. Nun müssen andere Wege aufgetan werden.

Ganz konkrete Zahlen nennt das Finance Magazin, das von 8,9 Millionen erzielten Euro bei der neuen Mittelstandsanleihe spricht. Daher fehlen 7 Millionen, die vor allem Schalkes Finanzchefin Christina Rühl-Hamers an anderer Stelle auftreiben muss.

Offenbar ist dies bereits geschehen, nämlich mit dem ebenfalls in den letzten Tagen eingetüteten Verkauf der E-Sport-Lizenz für immense 26,5 Millionen Euro. Doch wie sich der Ablauf mit der neuen Anleihe darstellt, fließt diese enorme Summe keineswegs zu vollen Teilen in die Stärkung des Kaders, mit dem möglichst noch in dieser Saison der Wiederaufstieg gelingen soll. Mindestens die genannten 7 Millionen Euro wird man für die Rückzahlung der alten Anleihe aufbringen müssen.

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Keine guten Zahlen für Schalke und Werder

Weitere Entscheidungen von Rühl-Hamers umfassten bereits, die eigentlich geplanten Investitionen rund ums Berger Feld zu stoppen, was bereits Einsparungen von 50 Millionen Euro bedeutete. Außerdem will sie in Zukunft nach dem Leitfaden handeln, dass es auf Schalke keine Wetten mehr auf die Zukunft geben wird, sprich: Investitionen, die erst durch später folgenden sportlichen Erfolg refinanziert würden. Schalke werde nur noch jenes Geld ausgeben, welches tatsächlich zur Verfügung steht.

Dennoch können auch die 50 Millionen, die nun nicht ausgegeben werden, nicht einfach an an anderer Stelle, z. B. in Personal investiert werden. In zwei Jahren läuft nämlich die zweite Tranche der alten Anleihe aus, welche ungefähr doppelt so hoch ist wie die erste. Sprich: 2023 muss der FC Schalke 04 etwa 34 Millionen Euro an die Investoren zurückzahlen. Das wird in der gegenwärtigen Finanzlage das nächste Kunststück, das es zu bewältigen gilt.

Dass Mitabsteiger Werder Bremen mit einer sehr vergleichbaren Anleihe selbst ähnlichen Schiffbruch erlitt, dürfte da kaum ein Trost sein. Werder wollte mit einer solchen Anleihe 30 Millionen Euro erzielen, erhielt aber nur 17 Millionen Euro. Und das -wie auch im Falle von Schalke 04 – trotz äußerst attraktiver Verzinsung.