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Verhindert eine Klausel einen Wechsel von Benito Raman? – Fortuna Düsseldorf noch mit Ansprüchen

Benito Raman
Foto: imago images

Nach auskurierten Rückenproblemen gehörte Benito Raman am Samstag zumindest wieder dem Kader des FC Schalke 04 an, blieb bei der 2:4-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim aber die gesamten 90 Minuten auf der Bank. Ob der 26-Jährige Belgier im bisherigen Saisonverlauf nochmals zum Zug kommt, bleibt nun abzuwarten. Ebenso, ob Raman in der neuen Saison noch Teil des Schalker Aufgebots sein wird.

Erst vergangene Woche wurde berichtet, dass Schalke Raman keine Steine in den Weg legen würden und dass mit Royal Antwerpen, KAA Gent und Ex-Klub Standard Lüttich gleich drei Vereine aus der belgischen Heimat des Offensivspielers die weitere Entwicklung genau verfolgen.

Düsseldorf kassiert bei vorzeitigem Raman-Verkauf 2,6 Millionen Euro

Die Lage allerdings stellt sich kompliziert dar, wie nun ein Bericht der „Sport Bild“ enthüllt. Denn im Zuge des 2019 erfolgten Raman-Wechsels von Fortuna Düsseldorf nach Gelsenkirchen vereinbarten beide Vereine neben einer fixen Ablöse von 6,5 Millionen Euro auch eine Reihe von Klauseln, die die Ablöse deutlich erhöhen können. 900.000 Euro sind bereits durch die bisherigen Einsätze Ramans zusätzlich nach Düsseldorf geflossen, wo man nun noch auf maximal weitere 2,6 Millionen Euro hoffen darf.

Denn auf mehr als zehn Millionen Euro kann die Gesamttransfersumme nicht ansteigen. Die Differenz zwischen diesen zehn Millionen Euro und den bisherigen Zahlungen würde allerdings fällig, sollte Schalke Raman vor Vertragsende 2024 abgeben. Ein Verkauf des einmaligen belgischen Nationalspielers, dessen Marktwert in den vergangenen Monaten wie bei nahezu allen Schalker Profis extrem gelitten hat, müsste somit eine Ablöse von mindestens 2,6 Millionen Euro einbringen, um in Sachen Ablöse nicht draufzahlen zu müssen. Nicht außer Acht gelassen werden darf zwar Ramans Gehalt von auch in der 2. Bundesliga noch 1,2 Millionen Euro jährlich, das S04 gerne einsparen würde, aber dennoch werden die Schalker Verantwortlichen genau überlegen, zu welchen Konditionen ein Raman-Verkauf Sinn ergibt.