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Montpellier mit Interesse an Stambouli

Sein Heimatclub HSC Montpellier soll Interesse an einer Rückkehr von Benjamin Stambouli besitzen. Der Franzose ist zwar in Marseille geboren, spielte jedoch fünf Jahre in der Jugend und vier Jahre bei den Profis für den Club. Da man beim FC Schalke 04 sparen muss und Stambouli ohnehin zuletzt selten überzeugte, wäre eine Abgang für viele recht willkommen.

Allerdings besteht das Interesse des HSC Montpellier bislang lediglich aus lauten Gedankenspielen. Eine Kontaktaufnahme zum FC Schalke ist noch nicht erfolgt. Diese könne aber kurz bevorstehen, wie ein französischer Journalist auf Twitter berichtet.

Neben dem Wunsch von Schalke, insbesondere bei den hohen Gehältern Einsparungen in der kommenden Saison zu erreichen sprächen noch weitere Argumente eher für einen Wechsel Stamboulis zurück in die Heimat. Da wäre die schon angesprochene zuletzt nicht mehr überzeugende Leistung des Franzosen, der über die Stationen Tottenham Hotspur und Paris St. Germain schließlich im Revier landete.

Zwar hat der gesamte Schalker Kader in dieser Saison nur in Ausnahmefällen bundesligareife Leistungen abgeliefert. Von Stambouli als gestandenem Profi hätte man aber durchaus mehr Stabilität für die Defensive erwartet. Stattdessen wartete er immer wieder mit Gegentore verursachenden Fehlpässen auf. Er brachte weitere Destabilisierung in die Auftritte der Schalker, die letztlich zum Abstieg führten.

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Von 2004 bis 2014 bereits in Montpellier

Vor dem Beginn der sportlichen Krise war er – nach einigen Eingewöhnungsschwierigkeiten in Deutschland – zwar zum Publikumsliebling und zur authentischen Identifikationsfigur bei S04 geworden. Diese Rolle dürfte er aber für viele nach seinen schwachen Auftritten eingebüßt haben. Zudem geht es beim Kader der kommenden Saison um das richtige Austarieren von sportlicher Leistungsfähigkeit und Identifikation der Spieler mit dem Club. Letzteres spricht Stambouli niemand ab, aber der gesunkene sportliche Wert wird hier wohl nicht (mehr) ausreichend vom zweiten Faktor aufgewogen.

Insofern wäre es ein Glücksfall für Schalke, wenn man einen Abnehmer für den noch bis 2023 vertraglich an Schalke 04 gebundenen Benjamin Stambouli fände. Dann würde man sicher auch auf eine Ablöse verzichten, da Stamboulis Marktwert, für den man einst 8 Millionen Euro Ablöse zahlte, stark gesunken ist. Denn dann sparte man dessen Gehalt von kolportierten 4 Millionen Euro pro Jahr ein. Und für den Spieler wäre ein sportlicher Neuanfang an anderer Stelle möglicherweise auch keine allzu schlechte Idee.