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Schalke-Vorstand Peter Knäbel verurteilt Übergriffe auf die Mannschaft

Peter Knäbel
Foto: imago images

Während der mit der 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld besiegelte, aber freilich seit Wochen nicht mehr unerwartete Abstieg des FC Schalke 04 viele Fans in tiefe Trauer stürzte, sorgten einige wenige Chaoten mit den am Mittwochmorgen bekannt gewordenen Angriffen auf Spieler der Königsblauen für weitere Negativschlagzeilen. Nachdem der Verein am Vormittag eine offizielle Stellungnahme abgegeben hatte, meldete sich inzwischen auch Sportvorstand Peter Knäbel zu Wort und verurteilte die Attacken scharf.

Per E-Mail verschickte der FC Schalke 04 ein Video-Interview an alle rund 160.000 Vereinsmitglieder, in dem sich Knäbel deutlich äußerte. Es sei „desaströs, wenn man um Leib und Leben unserer Mitarbeiter fürchten muss“, so Knäbel, der grundsätzliches Verständnis für den Fan-Frust aufbringt: „Für viele Menschen ist Schalke mehr als nur ein Klub. Die Kritik, die sich der Sport anhören muss, ist berechtigt, das Ergebnis desaströs.“

Gespräche mit den Betroffenen geplant

Allerdings ließ Knäbel auch keinen Zweifel daran, dass wie Art und Weise, wie einige weniger Anhänger ihre Enttäuschung zum Ausdruck brachten, nicht zu akzeptieren ist: „Was Staff und Spieler da erleben mussten, hat mit dem Leitbild von Schalke 04 überhaupt nichts zu tun.“

Knäbel kündigte bezogen auf die Vorkommnisse eine Aufarbeitung ebenso an wie interne Gespräche mit den betroffenen Profis und Staff-Mitgliedern: „Wichtig ist, wie es den Leuten geht, wie es Buyo Büskens, wie es Gerald Asamoah, wie es den Spielern geht, von denen einige im Hotel übernachten mussten.“ In den Gesprächen mit den Spielern und deren Beratern dürfte zumindest teilweise auch über die Zukunft gesprochen werden. Die Vorkommnisse nach dem Bielefeld-Spiele machen es dabei aber mutmaßlich nicht einfacher, einen gemeinsamen Nenner zu finden, wie auch immer dieser den Vorstellungen des Vereins nach aussehen soll.