Schalke News

Die Gründe für Rangnicks Absage – „entsetzt“ über Schalkes Verhalten

Ralf Rangnick
Foto: imago images

Die Absage von Ralf Rangnick am vergangenen Samstag kam überraschend, die Begründung war vage. Jetzt wird bekannt, welche Gründe den „Professor“ dazu veranlasst haben, Abstand zu nehmen von einem Engagement beim FC Schalke 04. Und der Club kommt dabei wieder einmal nicht gut weg.

Sport.de will die konkreten Gründe erfahren haben. Und diese lassen sich als drei klare Vorgänge benennen, welche in Summe dann zu viel für Ralf Rangnick waren, der zunächst durchaus Interesse signalisiert hatte und schließlich bereits ein erstes Gespräch mit den Verantwortlichen geführt hatte.

Dass aber aus genau diesem Gespräch Details nur Momente später an Medien weitergegeben wurden und damit in die Öffentlichkeit gelangten, habe Rangnick „entsetzt“, wie sport.de berichtet. Insbesondere der Umstand, dass finanzielle Details durchgesickert seien, sei ein Vorgang, den man „noch nie erlebt“ habe, kommentierte Rangnicks Berater Marc Kosicke dazu. Dazu seien weitere Details bekannt geworden, in Summe ein unfassbarer Vorgang.

Zweiter Grund: Die aktuelle Kaderstruktur, bzw. der Aspekt, dass viele der gegenwärtigen Spieler auch für die 2. Bundesliga gültige Verträge besäßen – und das zu unverminderten Konditionen. Was den geringen Handlungsspielraum wegen des auf Schalke fehlenden Geldes natürlich weiter eingeschränkt hätte.

Embed from Getty Images

Verpflichtung von Latza auch ein Problem

Dritter Grund für Rangnick, nicht zum dritten Mal auf Schalke zu wirken, war die vom Club festgemachte Rückkehr von Danny Latza. Der ist zwar in der Jugend des FC Schalke 04 ausgebildet worden und dürfte eine gehörige Portion Identifikation mitbringen. Allerdings ist er bereits 32 Jahre alt und passt damit so gar nicht in die Vorstellungen von Ralf Rangnick, der vorzugsweise mit jungen Spielern ein neues Team aufbaut. Junge Spieler, die er noch besser formen kann, die hungrig und lernwillig sind und vielleicht auch gedanklich noch ein wenig flexibler als ein gestandener Bundesliga-Profi im fortgeschrittenen Alter wie Danny Latza.

Das alles zusammen ergab dann sehr rasch die Entscheidung von Ralf Rangnick, dem FC Schalke 04 abzusagen, wobei das Durchstecken von Details der Vertragssondierungen wohl der schwerwiegendste Punkt war. Auf Schalke kein neues Phänomen, passend zum chaotischen Bild, das der Club zuletzt immer wieder abgibt. Aber für Rangnick eben keine seriöse Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Immerhin weiß man jetzt, woran es gescheitert ist – zu ändern ist dies aber nicht mehr. Rangnicks Absage ist bekanntlich definitiv.