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Rangnick-Vermittler Gesenhues tritt aus Aufsichtsrat zurück

Stefan Gesenhues
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Es bleibt äußerst turbulent beim FC Schalke 04. Nach der gestrigen zumindest für Außenstehende überraschenden sofortigen Absage von Ralf Rangnick für den Neuaufbau bei Schalke tritt nun mit Stefan Gesenhues jener Mann aus dem Aufsichtsrat zurück, der der Vermittler zwischen der zu Beginn „geheimen Gruppe“ und dem Aufsichtsrat war.

Der in der Öffentlichkeit rund um S04 nur wenig bekannt Gesenhues sieht nach seinen Worten „keine Perspektive mehr, sich so einzubringen, wie ich das gewünscht hätte“. Deshalb habe er an diesem Vormittag dem Club die Entscheidung zu seinem Rücktritt mitgeteilt. Der Club selbst wollte davon allerdings noch nicht informiert sein. Wieder einmal chaotische Zustände auf Schalke, die sicher ihren Teil dazu beigetragen den Club dorthin zu führen, wo er sportlich und finanziell jetzt steht. Und auch dazu, dass die Suche nach einem Nachfolger von Jochen Schneider immer schwieriger wird. Schließlich hatte man schon wenige Stunden vor der Absage von Ralf Rangnick auch eine solche von Markus Krösche kassiert, der bis dahin eigentlich Favorit des Aufsichtsrats gewesen war.

Davor noch lag dann die Übermittlung des bis heute Schalke komplett erschütternden Vorhabens jener ominösen Gruppe, welche ohne Mandat dazu auf Ralf Rangnick und auch auf Sponsoren des Clubs zugegangen war.

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Rangnick und auch Krösche abgeschreckt

Das Ende der Geschichte ist bekannt. Ralf Rangnick kommt nicht zu Schalke, da er es bei den gegenwärtigen vielen Unwägbarkeiten nicht vertreten könne, diese Aufgabe zu übernehmen. So lautete zumindest die offizielle Version. Im selben, oben verlinkten Artikel erwähnt die „Welt“ allerdings auch, dass es tatsächlich die „Indiskretionen beider Gruppen“ gewesen seien, die Rangnick abgeschreckt hätten. Es könne nicht sein, dass halb Schalke von den Gesprächen genaue Kenntnis habe.

Stefan Gesenhues jedenfalls ist nach eigener Auskunft ab sofort Geschichte auf Schalke, was ein Amt in Verantwortung angeht. Der Club bewegt sich damit weiter in Gefilden, die ihn alles andere als seriös nach Außen wirken lassen, selbst wenn die handelnden Personen selbst wie der Professor der Medizin Dr. Stefan Gesenhues dies durchaus in ihrer Vita mitbringen.