Bundesliga

Presseschau zur Leipzig-Niederlage: „Sagenhaft erfolglos“

Nichts zu bestellen hatte der FC Schalke 04 bei seinem 0:3 zu Hause gegen RB Leipzig. Auf gerade drei Torschüsse und einen Eckball summierten sich die Offensivbemühungen, während man hinten nur bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit sicher stand. Die Presse bilanziert vor allem eines: dass Schalke die Zeit wegläuft.

Weltmeister Mustafi, der zu seinem Debüt in der Bundesliga kam, als Trainer Christian Gross ihn von Anfang an einsetzte, verschuldete das 0:1. Der Spiegel sah bei Mustafi weitere Schwächen: „Direkt nach der Pause verlor Mustafi einen wichtigen Zweikampf gegen Alexander Sörloth, beim 0:3 sprang er unter dem Ball durch – erneut nach einer Standardsituation.“ Und auch Sead Kolasinac sei keineswegs die erhoffte Verstärkung: „Kolasinac wurde sofort zum Kapitän gemacht, mit Erwartungen beladen, die er nur in hauchzarten Ansätzen erfüllen konnte. Mit einigen Fehlern in der Defensive, verlorenen Laufduellen und ohne Wirkung in der Offensive enttäuschte Kolasinac. Schalke war wieder mal fürchterlich harmlos, und das war auch dem Kapitän geschuldet, der doch vorangehen sollte und wollte.“

Die Süddeutsche Zeitung fand die erste Halbzeit wirklich akzeptabel, auch wenn Schalke offensiv kaum gefährlich wurde. Akzeptabel bis zu Mustafis Fehler. Im Rückstand hätte Schalke Druck machen müssen, war dazu aber nicht in der Lage. Hinz kam: „Schalke offenbarte dabei wieder die alten Probleme bei der Verteidigung von Eckstößen. Nächste Woche beim Auftritt gegen Union Berlin folgt der nächste Versuch, es besser zu machen. Allmählich, das darf man ohne Alarmismus sagen, wird es Zeit.“

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Viererkette sehr stabil, dann patzt Mustafi bei Standard

Daniel Theweleit lässt in der FAZ titeln, wie „sagenhaft erfolglos“ Schalke wieder einmal aufgetreten sei. Zwar könne man wieder einigermaßen mitspielen gegen Gegner von Bundesliga-Niveau, gegen Leipzig war man dennoch erneut der Verlierer. Der Fehler von Mustafi vor dem Gegentor sei überflüssig gewesen, „diesen Treffer hätte ein Verteidiger mit Spielpraxis und Form vermutlich verhindert.“ Das war „ein ärgerliches Gegentor für Schalke, denn sie hatten wieder einmal viel gekämpft und intensiv gearbeitet. Die Viererkette, die mit Mustafi, Kolasinac und William zu drei Vierteln mit Winterneuzugängen besetzt war, verlieh der Mannschaft viel Stabilität.“ Zudem seien Fortschritte unter Christian Gross gut zu sehen, es fehle aber weiterhin eine effiziente Offensive. Aktuell bleibt „die Schwäche im Angriff ein prägendes Merkmal des Schalker Spiels.“