Bundesliga

Presseschau zum 4:0 über Hoffenheim: „Ende eines langen Albtraums“

Gleich mit einem starken 4:0-Sieg beendete der FC Schalke 04 seine Serie von 30 Spielen in Folge ohne Sieg. Das schreibt die Presse zu diesem Befreiungsschlag, der wieder ernsthafte Chancen auf den Klassenerhalt aufblitzen lässt. Lob gibt es nicht nur für den dreifachen Torschützen Matthew Hoppe, sondern vor allem für Amine Harit.

In der Süddeutschen Zeitung findet Philipp Selldorf viele positive Aspekte am Spiel der Schalker. Erst sei Hoffenheim zwar näher an der Führung gewesen. Doch „in der zweiten Halbzeit verblüffte der Tabellenletzte seine Gefolgschaft mit Mut, Entschlossenheit, Angriffsgeist und einer spielerischen Effektivität, die das Team fast ein ganzes Jahr vor seinem Publikum verborgen gehalten hatte.“ Mehr noch als den dreifachen Torschüten Hoppe müsse man Amine Harit loben, der „bereitete sämtliche Tore des Angreifers mit feinen Pässen vor und setzte mit dem 4:0 seinem starken Auftritt ein Krönchen auf.“ Allerdings half auch die TSG entscheidend mit: „Die Hoffenheimer waren den Schalkern ein gnädiger Gegner.“

Die FAZ findet „Schalke malocht und siegt sogar wieder“: Ein „Talent mit Finesse, ein Torwart mit Stallgeruch, ein Neuer mit Ausstrahlung und ein Alter mit frischem Spielwitz bilden das Gerüst für den ersten Bundesliga-Sieg seit einem Jahr.“ Nun sei auch der Klassenerhalt wieder denkbar. Und schreibt in einem weiteren Text zum Thema: „Der junge Hoppe ist der neue Schalker Held“.

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Fährmanns Paraden stärken Trainer Gross

Friedhelm Funkel nennt den Sieg einen „Urknall“ und glaubt wieder an eine erfolgreiche Aufholjagd. Ein derartiges Erfolgserlebnis helfe enorm im Kopf, sagte Funkel in der sky90-Fußballtalksendung am Morgen nach dem Spiel.. Einen „großen Schritt in die richtige Richtung“ sah der langjährige Bundesliga-Trainer bei den Schalkern mit diesem Sieg gegangen.

Die WAZ weist auf die tolle Leistung von Ralf Fährmann hin, welche auch den neuen Coach Christian Gross stärke. Dieser hatte die etwas umstrittene Entscheidung getroffen, wieder auf den alten Schalker zwischen den Pfosten zu setzen, obwohl Konkurrent Rönnow die klar besseren Werte aufwies. Doch Fährmann hielt sein Schalke vor allem in der ersten Halbzeit mit einer sehr überzeugenden Leistung im Spiel. Die WAZ stimmt zu: „Die Leistungen des Dänen waren gut, aber nie überragend. Fährmann hingegen kann ein Matchwinner sein, wenn er das totale Vertrauen vom Trainer spürt.“ Und das sei gegen Hoffenheim letztlich der Fall gewesen.